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Ben Hur

Ben Hur

Der Film schildert das Leben des fiktiven jüdischen Fürsten Judah Ben-Hur, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. als Zeitgenosse Jesu Christi in Jerusalem lebt. Der Prolog des Films zeigt die Geburt Jesu. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1959
Land:
USA
Laufzeit:
222[1] Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
William Wyler
Drehbuch:
Karl Tunberg, Gore Vidal*, Christopher Fry*, Maxwell Anderson*, S. N. Behrman*, *In den Credits nicht genannt.
Produktion:
Sam Zimbalist / MGM
Musik:
Miklós Rózsa
Kamera:
Robert Surtees
Schnitt:
John D. Dunning, Ralph E. Winters
Schauspieler:
  • Charlton Heston: Judah Ben-Hur
  • Haya Harareet: Esther
  • Stephen Boyd: Messala
  • Jack Hawkins: Quintus Arrius
  • Martha Scott: Miriam
  • Cathy O’Donnell: Tirzah
  • Hugh Griffith: Scheich Ildirim
  • Finlay Currie: Balthasar
  • Sam Jaffe: Simonides
  • Frank Thring: Pontius Pilatus
  • André Morell: Sextus
  • Terence Longdon: Drusus
  • George Relph: Kaiser Tiberius
  • Claude Heater: Jesus

Handlung

Der Film schildert das Leben des fiktiven jüdischen Fürsten Judah Ben-Hur, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. als Zeitgenosse Jesu Christi in Jerusalem lebt. Der Prolog des Films zeigt die Geburt Jesu.

Im Jahr 26 nach Christi Geburt: Judah Ben-Hurs Jugendfreund, der römische Offizier Messala, der ihm einst das Leben gerettet hat, wird Befehlshaber in Jerusalem und ist gewillt, jeden Akt einer Rebellion im Keim zu ersticken. Die Wiedersehensfreude ist sowohl bei Judah, seiner Mutter Miriam und seiner Schwester Tirzah als auch bei Messala zunächst groß. Die Jahre der Trennung haben die Freundschaft jedoch schwer erschüttert. Schnell wird klar, dass das Leben beider Protagonisten eine entgegengesetzte Wendung genommen hat. Während sich Judah seiner Familie und seiner Heimat verpflichtet fühlt, entwickelte Messala beim Militär ein bedingungsloses Sendungsbewusstsein. Er glaubt daran, ohne Rücksicht auf Verluste die Interessen des Römischen Reiches durchsetzen zu müssen. Schwerste Rechtsbrüche nimmt er dabei in Kauf und meint auch Judah dafür gewinnen zu können. Nach einer großen Freundschaftsgeste Judahs, der dem alten Freund einen wertvollen Araber schenkt, verlangt Messala, dass ihm all jene einflussreichen Persönlichkeiten ausgeliefert werden, die sich kritisch zu Roms Vorherrschaft in Judäa geäußert haben. Judah verweigert sich einem solchen Ansinnen. Schwer enttäuscht verlässt Messala sofort das Anwesen des Freundes und stößt damit auch Miriam und Tirzah vor den Kopf, die gerade das Gastmahl vorbereiten.

Als Judahs Verwalter Simonides aus Antiochia zum jährlichen Rechenschaftsbericht erscheint, ist auch dessen Tochter Esther dabei, da für sie eine arrangierte Ehe mit einem Kaufmann vorgesehen ist. Judah hat Simonides als Sklaven von seinem Vater geerbt, womit auch dessen Tochter Esther das Eigentum Judahs ist. Für eine Heirat muss sie deshalb ihren Herrn um Erlaubnis bitten, die Judah ihr auch gewährt. Beide kennen sich allerdings schon seit ihrer Kindheit und hegen Gefühle füreinander.

Als der neue Statthalter Valerius Gratus seinen Dienst in Jerusalem antritt, beobachten Judah und Tirzah von der Dachterrasse ihres Hauses aus die Parade zu dessen Ehren. Gerade als Gratus unter ihnen vorbeireitet, lehnt sich Tirzah über die Brüstung, wodurch einige lose Dachziegel hinabfallen und unmittelbar neben Gratus aufschlagen. Das Pferd des Gratus scheut und wirft seinen Reiter ab. Römische Soldaten dringen daraufhin in das Haus der Familie Judah Ben-Hurs ein. Wider besseres Wissen beschuldigt Messala seinen Jugendfreund Judah eines Attentats und lässt ihn und seine Familie ins Gefängnis schaffen. Erst danach überprüft Messala die Fakten zu diesem vermeintlichen Attentat auf der Dachterrasse und überzeugt sich davon, dass tatsächlich auch andere Ziegel im Bereich der Unglücksstelle lose sind. Es muss ihm also klar sein, dass er im Unrecht ist, wenn er seine Anklage aufrechterhält.

Noch im Gefängnis schwört Judah, Rache an Messala zu nehmen. Als der Verwalter Simonides von der Verhaftung hört, versucht er sich für Judah einzusetzen, aber noch während seines Gesprächs mit Messala wird auch er verhaftet. Er wird gefoltert und später als gehunfähiger Krüppel wieder freigelassen. Judah wird ohne Verhandlung für schuldig befunden, verurteilt und von Messala nach Tyrus auf die Galeeren geschickt.

Auf dem von römischen Soldaten begleiteten Marsch zu den Galeeren nach Tyrus müssen Judah und andere Gefangene eine Wüste durchqueren. Bei einer Rast in Nazareth dürfen alle trinken; nur Judah wird das Wasser verweigert. Ein ihm unbekannter Zimmermann – Jesus – gibt ihm Wasser zu trinken. Der den Sklavenzug führende Offizier will dies zunächst unterbinden, lässt aber davon ab, als er dem Fremden von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht.

Nach drei offenbar fürchterlichen Jahren auf den Galeeren begegnet dem an seine Ruderbank geketteten Judah der Flottenkommandeur, der neue Konsul Quintus Arrius. Dieser hat vor nicht langer Zeit seinen Sohn, den Stammhalter seines Geschlechts, verloren. Er verdeckt seine Trauer durch ein betont hartes Auftreten und einen pessimistischen Fatalismus. Arrius ist daher von der unerschütterlichen Lebensenergie und dem Aufbegehren beeindruckt, das er in Ben Hur erkennt. Der Kommandeur lässt Judah, der als Galeerensträfling nur mit „41“, der Nummer seines Ruderplatzes, angesprochen wird, zu sich in die Kabine rufen und bietet ihm an, als Gladiator in der Arena ein neues Leben zu beginnen. Judah, der die seelischen Qualen des Arrius erkennt, lehnt dies ab und wird zurück unter Deck an sein Ruder geschickt. Als die erwartete Seeschlacht mit mazedonischen Piraten bevorsteht, lässt Arrius in einem Gnadenakt Judah losketten. In der Schlacht wird die Galeere versenkt. Judah versucht in dieser Situation so viele Kameraden wie möglich zu befreien und rettet auch den ins Wasser gestürzten Kommandeur vor dem Ertrinken. Judah zerrt Arrius auf ein Wrackteil und kettet Arrius daran fest, als dieser versucht, sich selbst zu töten. Selbst als Judah bemerkt, dass es ein römisches Schiff sein wird, das sie retten wird – und sein Sklavendienst daher wohl weitergehen wird –, ergibt er sich diesem Schicksal. Nachdem die beiden Schiffbrüchigen von der Trireme an Bord genommen worden sind, erfährt Arrius, dass die Schlacht für Rom siegreich ausgegangen ist. Dankbar überlässt er seinem Retter Judah den ersten Schluck aus dem ihm gereichten Becher mit Wasser.

Arrius wird mit einem Triumphzug geehrt. Aus der Hand von Kaiser Tiberius erhält er den Feldherrenstab. Auf Befürwortung des Triumphators holt der Kaiser Auskünfte über Judah ein. Indirekt hatte Tiberius schon Zweifel an der Schuld des Verurteilten aufkommen lassen. Daher schenkt er dem Flottenkommandeur den Sklaven Judah. Arrius soll nun selbst über das Schicksal seines Mündels entscheiden. Judah wird bei Arrius ein erfolgreicher und bekannter Wagenlenker im Circus Maximus. Das neue Sportidol lebt sich im Kreis der römischen Elite ein – voll Sorge, Mutter und Schwester nie mehr wiedersehen zu können. Monate später adoptiert Arrius Judah, für den er väterliche Gefühle entwickelt hat, anlässlich eines glanzvollen Fests. Arrius und Judah erfahren auf diesem Fest, dass ein Bekannter des Flottenkommandeurs, Pontius Pilatus, der selber einen Rennstall besitzt, zum Statthalter in Judäa ernannt worden ist. Pilatus, der eigentlich nach Alexandria wollte, kann seinem neuen Amt nichts Gutes abgewinnen. Arrius sieht jedoch durch seine Bekanntschaft mit Pilatus eine Möglichkeit, das Unrecht, das Judah widerfahren ist, zu korrigieren. Doch seinen Adoptivsohn treibt die Sorge, zu spät zu kommen, wenn er jetzt noch länger in Rom bleiben würde. Wehmütig lässt Arrius ihn daher nach Jerusalem aufbrechen.

Auf seiner Heimreise lernt Judah Balthasar aus Alexandria kennen, einen alten Mann, der auf der Suche nach dem Erlöser aus Nazaret ist und dabei sein will, wenn dieser sein Werk beginnt. Er erzählt davon, dass er einst einem Stern nach Betlehem folgte und dort ein neugeborenes Kind sehen konnte, in dem seiner Meinung nach Gott leben würde. Balthasars Gastgeber ist der arabische Scheich Ilderim, der seine Pferde für Wagenrennen ausbildet. Der Scheich ist beeindruckt von Judahs Fähigkeit, mit Pferden umzugehen, und versucht ihn davon zu überzeugen, als Wagenlenker an einem Rennen im Circus von Jerusalem teilzunehmen. Er soll den dortigen Favoriten besiegen, den Tribun Messala. Judah lehnt jedoch ab. Er ist fest entschlossen, Messala zu töten, und zieht weiter.

Von Esther, die ihn voller Freude in Jerusalem willkommen heißt, erfährt er, dass das Vermögen der Familie Hur eingezogen wurde und Esther sich mit ihrem Vater versteckt hält. Judah taucht in römischer Toga bei einem überraschten Messala auf und fordert zu erfahren, was aus Mutter Miriam und Schwester Tirzah geworden ist. Im Auftrag von Messala sucht man im Gefängnis nach den beiden. Als man sie in ihrem unterirdischen Verlies findet, stellt sich heraus, dass beide an Lepra erkrankt sind, weswegen sie auch sofort aus dem Kerker entfernt werden. Sie wollen ins Tal der Aussätzigen, suchen davor aber noch Esther auf und bitten diese, Judah nichts über ihre Existenz und ihre Krankheit zu verraten, er solle sie so in Erinnerung behalten, wie sie früher waren.

Judah tritt mit Ilderims Pferden beim Rennen an, das er als Möglichkeit sieht, an Messala Rache zu nehmen. Messala fährt einen „griechischen“ Wagen, an dessen Radnaben außen messerscharfe Fräsen montiert sind. Damit provoziert er Unfälle und bringt mehrere Gespanne zum Sturz, indem er nahe an den konkurrierenden Wagen heranfährt und mit den Fräsen dessen Speichen zerstört. Judah entkommt solchen Angriffen nur knapp. Als sich in der vorletzten Runde bei einer neuerlichen Attacke die Räder beider Wagen ineinander verkeilen, stürzt Messala selber, gerät unter die Hufe nachfolgender Gespanne und bleibt schwer verletzt liegen. Judah gewinnt das Rennen. Im Sterben liegend, gibt Messala Judah den Hinweis, dass dessen Mutter und Schwester nicht tot sind - er solle sie im Tal der Aussätzigen suchen. Als Judah dort nach ihnen Ausschau hält, trifft er auf Esther, die ihnen gerade Essen bringt. Mit Mühe kann sie Judah davon abhalten, sich bei Miriam und Tirzah zu erkennen zu geben.

Judah ist weiterhin von Rache beseelt; Esther dagegen folgt den Worten des Friedens, die von einem Nazarener namens Jesus gepredigt werden, und beschwört Judah, seinen Hass ruhen zu lassen. Als sie wieder im Tal der Aussätzigen ist und Judah überraschend auftaucht, beschließen sie, Miriam und Tirzah zu dem jungen Nazarener zu bringen. In der Stadt erfahren sie jedoch bestürzt, dass diesem der Prozess gemacht wird. Auf dem nun folgenden Kreuzweg erkennt Judah Jesus als den Mann wieder, der ihm einst in Nazaret Wasser zu trinken gegeben hatte. Als Jesus unter seinem Kreuz zu Boden stürzt, will Judah ihm seinerseits Wasser zu trinken geben, wird aber von einem römischen Soldaten weggestoßen.

Judah wird betroffen Zeuge von Jesu Kreuzigung. Balthasar deutet das Geschehen nicht als Ende, sondern als Anfang. Während Jesu Sterben zieht ein großes Unwetter auf; Miriam und Tirzah werden von ihrer Lepra geheilt. Zu Hause berichtet der bewegte Judah Esther von der letzten Bitte des Nazareners am Kreuz: Vergebung für seine Peiniger, die nicht wüssten, was sie tun.

Quelle: Wikipedia, Youtube