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Das siebente Siegel

Das siebente Siegel

Der Ritter Antonius Block kehrt vom Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurück und findet seine Heimat von der Pest verwüstet vor. Der Tod erscheint ihm bei Sonnenaufgang mit der Mitteilung, dass seine Zeit gekommen sei. Block schlägt dem Tod eine Partie Schach vor, in der die Entscheidung über sein Leben fallen soll. Solange die Partie nicht entschieden ist, wird ihm Aufschub gewährt, gewinnt er, soll er verschont werden. Block will die Zeit nutzen, um einen Sinn in seinem Dasein zu finden und ein Zeichen für die Existenz Gottes zu erhalten. Sein Knappe Jöns, ein eher pragmatischer Charakter, hat für seine Umwelt meist nur Spott übrig, der auch vor seinem Herrn nicht Halt macht. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1957
Land:
Schweden
Laufzeit:
96 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Ingmar Bergman
Drehbuch:
Ingmar Bergman
Produktion:
Allan Ekelund
Musik:
Erik Nordgren
Kamera:
Gunnar Fischer
Schnitt:
Lennart Wallén
Schauspieler:
  • Max von Sydow: Antonius Block
  • Bengt Ekerot: Der Tod
  • Nils Poppe: Jof
  • Gunnar Björnstrand: Jöns
  • Bibi Andersson: Mia
  • Inga Gill: Lisa Frau des Schmiedes
  • Maud Hansson: Hexe
  • Inga Landgré: Karin Blocks Frau
  • Gunnel Lindblom: Mädchen
  • Bertil Anderberg: Raval
  • Anders Ek: Mönch
  • Åke Fridell: Schmied Plog
  • Gunnar Olsson: Albertus Pictor Kirchenmaler
  • Erik Strandmark: Jonas Skat

Handlung

Der Ritter Antonius Block kehrt vom Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurück und findet seine Heimat von der Pest verwüstet vor. Der Tod erscheint ihm bei Sonnenaufgang mit der Mitteilung, dass seine Zeit gekommen sei. Block schlägt dem Tod eine Partie Schach vor, in der die Entscheidung über sein Leben fallen soll. Solange die Partie nicht entschieden ist, wird ihm Aufschub gewährt, gewinnt er, soll er verschont werden. Block will die Zeit nutzen, um einen Sinn in seinem Dasein zu finden und ein Zeichen für die Existenz Gottes zu erhalten. Sein Knappe Jöns, ein eher pragmatischer Charakter, hat für seine Umwelt meist nur Spott übrig, der auch vor seinem Herrn nicht Halt macht.

Block setzt die Reise zu seinem Gut fort, auf dem, wie er hofft, seine Frau auf ihn wartet, die er seit Jahren nicht gesehen hat. In einer Kapelle beichtet er einem Priester, dem er von seinem Schachspiel mit dem Tod und seiner Spielstrategie erzählt. Der Priester entpuppt sich als der Tod, der mit Block ein Wiedersehen verabredet, um die Partie fortzusetzen. Beim Auffrischen der Vorräte in einem verlassenen Dorf rettet Jöns ein Mädchen vor dem Plünderer Raval. Jöns erkennt in Raval den fanatischen Priesteranwärter, der Block einst zum Kreuzzug überredete. Jöns warnt ihn, dass er ihn beim nächsten Aufeinandertreffen im Gesicht „zeichnen“ werde. Weil Jöns eine „Haushälterin“ braucht, schließt sich das Mädchen Block und ihm an.

Auf ihrer Reise treffen sie unter anderem auf eine Prozession von Flagellanten, den Schmied Plog und seine kokettierende Frau Lisa, eine junge Frau, die der Hexerei angeklagt ist und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll,[2] sowie eine Schauspielertruppe, bestehend aus Jof, Mia, ihrem Sohn Mikael und Skat, die inmitten von Pest und Aberglauben ihre Lebensfreude bewahrt hat. Jof hat regelmäßig religiöse Visionen, aber niemand schenkt seinen Erzählungen Glauben. In einem Wirtshaus hetzt Raval die Menge gegen Jof auf. Als Jöns hinzukommt, bringt er Raval, wie angedroht, mit seinem Messer eine Wunde im Gesicht bei.

Plog, Lisa und die Schauspieler reisen mit dem Ritter weiter, um unter seinem Schutz einen großen Wald zu durchqueren. Der Tod holt zuerst Skat und die junge Hexe zu sich, dann wird die Gruppe Zeuge, wie Raval qualvoll an der Pest stirbt. Während einer Rast erscheint der Tod abermals und fordert Block auf, die Schachpartie fortzusetzen. Jof, der das Spiel heimlich beobachtet, bekommt Angst und stiehlt sich mit seiner Familie davon. Block bemerkt ihr Weggehen und lenkt seinen Gegenspieler ab, indem er scheinbar aus Versehen die Figuren umstößt. Der Tod stellt die Figuren wieder auf ihre vorigen Positionen und setzt den Ritter Schachmatt. Er kündigt an, Block und seine Begleiter beim nächsten Erscheinen mit sich zu nehmen.

Die Reisenden erreichen Blocks Burg, wo seine Frau Karin ihn und seine Begleiter empfängt. Während sie essen, erscheint der Tod, um sein Versprechen einzulösen. Die Anwesenden reagieren unterschiedlich: Block betet verzweifelt, Jöns protestiert, das Mädchen aus dem Dorf fügt sich mit den Worten „Es ist vollbracht!“[3] lächelnd ihrem Schicksal.

Bei Tagesanbruch sieht Jof, wie eine Prozession den Horizont entlangwandert. Der Tod geht voran und zieht die zum Sterben Verurteilten gleich einem Totentanz hinter sich her. Als er Mia erzählt, was er sieht, macht sie sich über seine blühende Fantasie lustig.

Quelle: Wikipedia, Youtube