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Der Stadtneurotiker

Der Stadtneurotiker

Alvy Singer ist ein erfolgreicher Komiker, intellektuell geprägt, Jude und ein ziemlich neurotischer Kerl, der es sich mit Frauen regelmäßig verscherzt. Er lernt Annie Hall kennen, verliebt sich in sie und trifft in ihr auf einen neurotischen Gegenpart. Höhen und Tiefen wechseln sich in ihrer Beziehung ab, in der sie sich gegenseitig mit ihren psychoanalytischen Weisheiten übertrumpfen. Alvy verliert auch Annie und nimmt sogar eine Reise ins verhasste Kalifornien auf sich, um sie zurückzugewinnen. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1977
Land:
USA
Laufzeit:
93 Minuten
FSK:
FSK 6
Regie:
Woody Allen
Drehbuch:
Woody Allen, Marshall Brickman
Produktion:
Charles H. Joffe, Jack Rollins, Robert Greenhut
Musik:
Carmen Lombardo, Isham Jones
Kamera:
Gordon Willis
Schnitt:
Wendy Greene Bricmont, Ralph Rosenblum
Schauspieler:
  • Woody Allen: Alvy Singer
  • Diane Keaton: Annie Hall
  • Tony Roberts: Rob
  • Carol Kane: Allison
  • Paul Simon: Tony Lacey
  • Shelley Duvall: Pam
  • Janet Margolin: Robin
  • Colleen Dewhurst: Mrs. Hall
  • Christopher Walken: Duane Hall
  • Donald Symington: Mr. Hall
  • Helen Ludlam: Grammy Hall
  • Mordecai Lawner: Mr. Singer
  • Joan Neuman: Mrs. Singer
  • Marshall McLuhan: er selbst
  • Dick Cavett: er selbst
  • Sigourney Weaver: Alvys Date
  • Truman Capote: Truman-Capote-Double
  • Beverly D’Angelo: Schauspielerin in Robs Fernsehshow
  • Jeff Goldblum: Partygast

Handlung

Alvy Singer ist ein erfolgreicher Komiker, intellektuell geprägt, Jude und ein ziemlich neurotischer Kerl, der es sich mit Frauen regelmäßig verscherzt. Er lernt Annie Hall kennen, verliebt sich in sie und trifft in ihr auf einen neurotischen Gegenpart. Höhen und Tiefen wechseln sich in ihrer Beziehung ab, in der sie sich gegenseitig mit ihren psychoanalytischen Weisheiten übertrumpfen. Alvy verliert auch Annie und nimmt sogar eine Reise ins verhasste Kalifornien auf sich, um sie zurückzugewinnen.

Die Besonderheit des Films besteht in seiner zeitlichen Flexibilität. Er beginnt damit, dass Woody Allen als Alvy Singer das Kinopublikum direkt anspricht, um danach in verschiedene Phasen seiner Biographie zurückzureisen und erst am Ende fazitähnlich wieder in der Jetzt-Zeit den Film zu beschließen. Mehrere Beziehungen der Hauptfigur werden angerissen, dabei kann schon die bloße Erwähnung eines Namens zu einem Zeitsprung führen. Mehr als zwei Dutzend Zeitebenen durchreist der Film, der durch die Dialoge und die Fokussierung auf die Beziehungsleiden seiner Hauptfigur zusammengehalten wird. Als zentrale Beziehung erscheint die zu Annie Hall (Diane Keaton), die dem Publikum jedoch nicht chronologisch, sondern in Episoden sprunghaft vorgeführt wird.

Um die Befindlichkeit seines Protagonisten zu verdeutlichen, greift Allen zu einer Vielzahl von Mitteln; so gibt es beispielsweise eine kurze Trickfilmsequenz oder Familienessenkarikaturen im Split-Screen-Verfahren. Oft kopiert ist die Szene, in der er als Erwachsener in seiner alten Schulklasse sitzt und die Überlegung „Ich frage mich manchmal, was aus meinen Mitschülern geworden ist“, dazu führt, dass einzelne Schüler nacheinander aus der Szenenhandlung aussteigen und in die Kamera ihre weitere Biographie erzählen.

Dieser Film ist also weniger eine sachlich korrekte Aufarbeitung von Geschehnissen als vielmehr die filmische Version einer Gedankenkette. Dabei gehen Realität, Gedankenspiel, verklärte Erinnerung und Gedankensprünge nahtlos ineinander über; der Film weist sie nicht explizit als solche aus.

Quelle: Wikipedia, Youtube