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Die durch die Hölle gehen

Die durch die Hölle gehen

Michael, Nick und Steven, drei russischstämmige Stahlarbeiter aus dem US-Provinzstädtchen Clairton, Allegheny County in Pennsylvania, sind Patrioten durch und durch und ziehen deshalb 1968 freiwillig in den Vietnamkrieg. Knapp vor ihrer Abreise wird die russisch-orthodoxe Hochzeit Stevens mit Angela ausgiebig gefeiert (nach „The Andy Warhol Diaries“ handelte es sich um eine russinische Hochzeit). Michael ist unglücklich in Linda verliebt, die aber nicht an ihm interessiert ist. Sie fängt den Brautstrauß und verlobt sich am selben Abend mit Nick. Steven und Angela trinken aus einem verbundenen Kelch. Nach alter Tradition hat nur der Glück, der bei diesem Trinken nichts verschüttet. Unbemerkt verschüttet Angela etwas. Während der... Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1978
Land:
Vereinigte Staaten
Laufzeit:
182 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Michael Cimino
Drehbuch:
Michael Cimino, Deric Washburn
Produktion:
Michael Cimino, Michael Deeley, John Peverall, Barry Spikings
Musik:
Stanley Myers
Kamera:
Vilmos Zsigmond
Schnitt:
Peter Zinner
Schauspieler:
  • Robert De Niro: Michael Vronsky
  • Christopher Walken: Nikanor „Nick“ Chevotarevich
  • John Savage: Steven Pushkov
  • Meryl Streep: Linda
  • John Cazale: Stanley
  • George Dzundza: John

Handlung

Michael, Nick und Steven, drei russischstämmige Stahlarbeiter aus dem US-Provinzstädtchen Clairton, Allegheny County in Pennsylvania, sind Patrioten durch und durch und ziehen deshalb 1968 freiwillig in den Vietnamkrieg. Knapp vor ihrer Abreise wird die russisch-orthodoxe Hochzeit Stevens mit Angela ausgiebig gefeiert (nach „The Andy Warhol Diaries“ handelte es sich um eine russinische Hochzeit). Michael ist unglücklich in Linda verliebt, die aber nicht an ihm interessiert ist. Sie fängt den Brautstrauß und verlobt sich am selben Abend mit Nick. Steven und Angela trinken aus einem verbundenen Kelch. Nach alter Tradition hat nur der Glück, der bei diesem Trinken nichts verschüttet. Unbemerkt verschüttet Angela etwas. Während der Feier versucht Michael ein Gespräch mit einem Soldaten zu führen, der gerade auf Heimaturlaub ist. Dieser hat jedoch kein Interesse an den Sympathiebekundungen und ist sehr verschlossen. Am folgenden Tag gehen Michael und Nick mit weiteren Freunden ein letztes Mal gemeinsam ihrem Hobby als Rotwildjäger (deer hunter) nach.

Der zweite Teil in Vietnam setzt erst wieder ein, als Michael, Nick und Steven in die Gefangenschaft der Vietcong geraten; dabei werden Kampfhandlungen kaum gezeigt. Die Gefangenen werden in Käfigen im Fluss gehalten, in denen sie ständig bis zum Mund im Wasser stehen und werden von ihren vietnamesischen Aufsehern gezwungen, „Russisches Roulette“ zu spielen. Durch einen Trick, bei dem sie ihr Leben riskieren, gelingt es Michael, die Wärter zu töten und mit seinen Freunden zu fliehen. Auf der Flucht trennen sich die Wege der drei Freunde; nur Nick kann mit einem Hubschrauber gerettet werden. Michael riskiert sein Leben, um Steven zu retten und in Sicherheit zu bringen. Steven wird auf der Flucht so schwer verwundet, dass ihm die Beine amputiert werden müssen und er als Rollstuhlfahrer in die Heimat zurückkehrt. Dies erfährt Michael erst, als er selbst wieder in den Staaten angekommen ist. Steven bekommt währenddessen regelmäßig Geld von Nick, der in Saigon, der Hauptstadt des umkämpften Südvietnam, zurückgeblieben ist. Angela selber ist durch die Geschehnisse traumatisiert und kaum noch ansprechbar.

Auch Michael, der körperlich unversehrt den Krieg überlebt hat, ist gezeichnet: Er findet sich in seiner Heimat nicht mehr zurecht, und der Umgang mit seinen alten Freunden und Bekannten ist ihm fast unmöglich geworden. Auf einem erneuten Jagdausflug mit seinen Freunden schießt er absichtlich an einem Hirsch vorbei. Er beginnt eine komplizierte Beziehung mit Linda, die ursprünglich nichts von ihm wissen wollte.

Michael kehrt nach Vietnam zurück, um seinen Freund Nick und sich selbst zu finden. Nick wurde durch den auf groteske Weise lebensverachtend geführten Krieg so traumatisiert, dass er – anstatt nach Hause zurückzukehren – in einem von der Mafia betriebenen Casino in Saigon als Russisch-Roulette-Spieler endet, auf den Geld gewettet wird und der der Heroinsucht verfallen zu sein scheint. Michael versucht ihn während eines Russisch-Roulette-Spiels zur Rückkehr in die Heimat zu überreden. Da Nick ihn anscheinend nicht erkennt, spielt Michael aus Verzweiflung selbst eine Runde mit ihm. Aber Nick hat nach vielen Monaten erstmals Pech mit dem Revolver und erschießt sich genau in dem Moment, als er Michael wieder zu erkennen beginnt. Die Bestattung von Nick findet schließlich in den USA in der Stahlarbeitersiedlung statt. Nach der Beerdigung trinken die Freunde Kaffee in ihrer Stammkneipe und singen erst zaghaft dann trotzig God Bless America.

Quelle: Wikipedia, Youtube