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Die Verurteilten

Die Verurteilten

Die Handlung beginnt 1947, als der Bankmanager Andy Dufresne anhand von Indizien wegen Mordes an seiner Frau und deren Liebhaber zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt wird. Diese Strafe soll er in dem gefürchteten Gefängnis von Shawshank in Maine absitzen. Von Beginn an passt er überhaupt nicht in die Szenerie von Strafgefangenen und das Leben wird ihm durch Vergewaltigungen und Übergriffe durch Mithäftlinge sowie durch die brutalen und korrupten Aufseher erschwert. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1994
Land:
Vereinigte Staaten
Laufzeit:
142 Minuten
FSK:
FSK 12
Regie:
Frank Darabont
Drehbuch:
Stephen King, Frank Darabont
Produktion:
Nikki Marvin
Musik:
Thomas Newman
Kamera:
Roger Deakins
Schnitt:
Richard Francis-Bruce
Schauspieler:
  • Tim Robbins: Andy Dufresne
  • Morgan Freeman: Ellis Boyd „Red“ Redding
  • Bob Gunton: Samuel Norton
  • William Sadler: Heywood
  • James Whitmore: Brooks Hatlen
  • Gil Bellows: Tommy Williams
  • Clancy Brown: Captain Byron Hadley
  • Mark Rolston: Bogs Diamond
  • Jeffrey DeMunn: Staatsanwalt
  • Jude Ciccolella: Wächter Mert
  • Paul McCrane: Wächter Trout
  • David Proval: Snooze

Handlung

Die Handlung beginnt 1947, als der Bankmanager Andy Dufresne anhand von Indizien wegen Mordes an seiner Frau und deren Liebhaber zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt wird. Diese Strafe soll er in dem gefürchteten Gefängnis von Shawshank in Maine absitzen. Von Beginn an passt er überhaupt nicht in die Szenerie von Strafgefangenen und das Leben wird ihm durch Vergewaltigungen und Übergriffe durch Mithäftlinge sowie durch die brutalen und korrupten Aufseher erschwert.

Im Gefängnis lernt er mit der Zeit einige Mithäftlinge besser kennen – unter ihnen Red, der wegen Mordes schon zwanzig Jahre im Gefängnis sitzt und bei den Insassen den Ruf genießt, dass er für einen entsprechenden Gegenwert alles Mögliche besorgen kann. Andy ist Hobby-Geologe und bittet Red darum, ihm einen Geologenhammer (Steinhammer) zu besorgen, bald darauf auch Rita Hayworth. Red schenkt ihm daraufhin ein Poster von ihr.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigt Andy stetig im Ansehen der Mithäftlinge und Aufseher. Während Andy und einige Mithäftlinge das Dach der Schilderfabrik teeren, erzählt der gefürchtete leitende Aufseher Byron Hadley seinen Kollegen von einer eben gemachten Erbschaft und echauffiert sich hörbar über die Steuerbelastung, welche auf ihn zukommen wird. Dies veranlasst Andy dazu, dem Aufseher zu erklären, dass er mit einer Überschreibung der Erbschaft auf dessen Ehefrau die ganze Summe behalten kann. Er bietet ihm an, die notwendigen Urkunden und Formulare für ihn auszufüllen, und erbittet als Gegenleistung nur je drei Bier für sich und seine Kumpels. Hadley nimmt das Angebot an. Andy kommt für einen Monat auf die Krankenstation, nachdem er von Mithäftlingen zusammengeschlagen worden ist, die ihn ein weiteres Mal vergewaltigen wollten. Der brutale Hadley rächt Andy, indem er den Rädelsführer zusammenschlägt, der daraufhin gelähmt ist.

Später wird Andy von der Wäscherei in die Gefängnisbibliothek versetzt, wo er dem Gefängnisbibliothekar Brooks Hatlen unter die Arme greifen soll. Die Aufseher suchen Andy von diesem Zeitpunkt an immer wieder auf, um sich in finanziellen Angelegenheiten beraten zu lassen. So kommt es, dass er für die Aufseher die Steuererklärungen macht. Zunächst für jene im eigenen Gefängnis, ein Jahr darauf auch für die der umliegenden Anstalten. Außerdem gibt er Unterricht mit Abschlussprüfung zur Erlangung des GED (amerikanische Hochschulreife auf dem 2. Bildungsweg).

Brooks Hatlen wird plötzlich nach über fünfzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen und bekommt eine Stelle in einem Supermarkt. Da er sich nach einem halben Jahrhundert im Gefängnis in der Freiheit nicht mehr zurechtfindet und den Druck der Einsamkeit nicht aushält, begeht er Selbstmord, wovon seine ehemaligen Mithäftlinge in einem Abschiedsbrief erfahren.

Andy wird zunehmend in die illegalen finanziellen Machenschaften des korrupten Direktors Norton hineingezogen und wäscht für ihn in großem Umfang Bestechungsgelder. Tommy Williams, ein Neuzugang, berichtet derweil über einen Täter namens Elmo Blatch, der ihm in einer anderen Strafanstalt ein Verbrechen gestanden hat, das dem sehr ähnelt, das Andy begangen haben soll. Dabei habe Blatch erwähnt, dass an seiner Stelle der Ehemann des Opfers, ein Banker, für den Mord verurteilt worden sei. Dadurch stellt sich heraus, dass Andy tatsächlich unschuldig ist und durch Tommys Aussagen für ihn auch die vage Möglichkeit besteht, freizukommen. Andy versucht, den Direktor dazu zu bewegen, seinen Prozess neu aufzurollen, indem er ihm verspricht, über die illegalen Geschäfte völliges Stillschweigen zu bewahren. Dieser weigert sich jedoch, weil er Andy und seine Geheimnisse im Gefängnis behalten und seinen guten Buchhalter nicht verlieren will. Dadurch kommt es zum Streit mit dem Direktor, woraufhin Andy erst einen, dann einen weiteren Monat Einzelhaft in einer fensterlosen Zelle verbringen muss. In der Zwischenzeit lässt der Direktor den Entlastungszeugen Tommy von Hadley unter Vortäuschung eines Fluchtversuches erschießen, um Andy jede Chance auf eine Entlassung zu nehmen.

Als Andy aus der Einzelhaft entlassen wird, wirkt er gebrochen. Er spricht mit Red über seine Träume, über einen kleinen Ort in Mexiko am Pazifik, Zihuatanejo, wo er sich ein altes Boot kaufen möchte, um dieses zu renovieren, und von einem kleinen Hotel, das er betreiben wolle. Er nimmt Red das Versprechen ab – falls dieser je freikommen sollte – nach Buxton in Maine zu fahren, um dort in einer Steinmauer an einem Baum nach einem bestimmten schwarzen Stein zu suchen, unter dem er etwas finden wird.

Red befürchtet, Andy könnte wie Brooks Selbstmord begehen. Aber am nächsten Morgen ist Andy spurlos aus seiner Zelle verschwunden. Der Direktor tobt, niemand, auch nicht Red, weiß eine Antwort. Vor Wut wirft Norton Steine aus Andys Sammlung durch die Zelle. Einer davon durchschlägt ein Poster, das Raquel Welch im Kostüm aus Eine Million Jahre vor unserer Zeit abbildet, worauf ein mehrfaches Aufschlagen des Steines zu hören ist. Völlig überrascht reißt Norton das Poster weg und entdeckt dahinter einen Tunnel. Andy hatte mit seinem kleinen Geologenhammer 19 Jahre lang heimlich an einem, über die Jahre von verschiedenen Postern mit einer berühmten Schauspielerin verdeckten, runden Gang gegraben. Dieser führt aus seiner Zelle durch die dicke Wand und endet zwischen zwei Gefängnisgebäuden. Von dort führt ein 500 Meter langes, dickes Abwasserrohr aus Steinzeug zu einem nahen Fluss und in die Freiheit. Den Schutt hatte Andy durch die Hosenbeine bei Spaziergängen auf dem Gefängnishof unbemerkt verteilt. Andy beschloss, ein Gewitter für den Ausbruch zu nutzen, da er nach dem Durchkriechen des engen Tunnels das Abwasserrohr mit einem schweren Stein ungehört einschlagen konnte. Danach gelangte er mit seinen wasserdicht verpackten Utensilien durch das Rohr nach draußen.

Während die Polizei erfolglos nach ihm sucht, hebt Andy tadellos gekleidet unter der erfundenen Strohmann-Identität Randall Stephens, des Konteninhabers, die reingewaschenen Bestechungsgelder des Direktors von diversen Banken ab und macht sich in einem roten Cabrio auf den Weg nach Mexiko. Vor seiner Abreise lässt er noch Informationen über die Delikte von Norton und Hadley an die örtliche Presse verschicken. Als die Polizei daraufhin im Gefängnis ankommt, um Byron Hadley und Direktor Norton zu verhaften, erschießt sich letzterer im eigenen Büro. Vorher muss er erkennen, dass Andy seine blankgeputzten Schuhe und alle Unterlagen unbemerkt mitgenommen hat. Stattdessen findet er Andys alte Schuhe und im Tresor die Bibel aus Andys Zelle. Die Bibel enthält im Deckel eine Widmung und im Inneren eine Aushöhlung im Umriss des Geologenhammers, d. h. die Bibel diente als Versteck für das Werkzeug.

Der Baum, bei dem Red die Blechdose findet, liegt nicht in Buxton, sondern in Lucas bei Mansfield, wo sich auch das Gefängnisgebäude befindet

Der Poststempel auf einer Karte ohne Text sagt Red wenige Tage später, dass Andy über Fort Hancock, Texas, die Staaten verlassen hat. Red kommt kurze Zeit später auf Bewährung frei und erhält wie Brooks eine Stelle im Supermarkt. Er übernachtet auch im selben Zimmer der Pension, in der sich Brooks erhängte. Auch Red kommt anfangs nicht mit der neu gewonnenen Freiheit und Einsamkeit zurecht. Er denkt darüber nach, sich zu erschießen oder eine Straftat zu begehen, um so wieder ins Gefängnis zu kommen. Doch eines hält ihn immer noch am Leben: Das Versprechen, diesen bestimmten Baum in Buxton an einer Feldsteinmauer zu finden und dort nach einem schwarzen Stein zu suchen, wie es sonst dort keinen gibt. So macht sich Red per Anhalter auf den Weg, um diese Stelle aufzusuchen. Er wird unter besagtem schwarzen Stein fündig: In einer Blechdose sind Geld und ein Brief versteckt, in dem Andy ihn einlädt, ihn in Mexiko aufzusuchen und ihm dabei zu helfen, sich eine neue, gemeinsame Existenz aufzubauen. Red kehrt in sein Zimmer zurück, ritzt in den Deckenbalken, in den Brooks unmittelbar vor seinem Selbstmord „BROOKS WAS HERE“ („Brooks war hier“) eingeschnitzt hatte, den Zusatz „SO WAS RED“ („Red auch“) und macht sich auf die Reise, in der Hoffnung, nicht sofort von der Polizei wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen gesucht zu werden.

Am Ende treffen sich Andy und Red am Pazifikstrand in Mexiko.

Quelle: Wikipedia, Youtube