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Fight Club

Fight Club

Der namenlose Protagonist arbeitet für einen großen amerikanischen Autohersteller als Rückrufkoordinator und führt ein nach außen unauffälliges, an oberflächlichem Konsum orientiertes Leben. Er verabscheut seinen Beruf und leidet an Schlaflosigkeit. Um diese zu lindern, nimmt er an Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke teil, indem er vorgibt, selbst unheilbar krank zu sein. Die Anteilnahme der Gruppenmitglieder bewirkt kurzzeitig, dass die Schlaflosigkeit des Protagonisten verschwindet, zumindest so lange, bis er dort Marla Singer kennenlernt, wie er eine Simulantin, die ebenfalls ungerechtfertigt an Selbsthilfegruppen teilnimmt, woraufhin er sich ertappt und unbehaglich fühlt und wieder nicht schlafen kann. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1999
Land:
Vereinigte Staaten
Laufzeit:
139 Minuten
FSK:
FSK 18
Regie:
David Fincher
Drehbuch:
Jim Uhls
Produktion:
Ross Grayson Bell, Art Linson, Ceán Chaffin
Musik:
The Dust Brothers
Kamera:
Jeff Cronenweth
Schnitt:
James Haygood
Schauspieler:
  • Edward Norton: Protagonist/Erzähler
  • Brad Pitt: Tyler Durden
  • Helena Bonham Carter: Marla Singer
  • Meat Loaf: Robert „Bob“ Paulson
  • Zach Grenier: Richard Chesler
  • Jared Leto: Angel Face
  • David Andrews: Thomas
  • Bob Stephenson: Flughafen-Sicherheitsbeamter
  • Holt McCallany: The Mechanic
  • Eion Bailey: Ricky
  • Matt Winston: Priesterseminar-Student

Handlung

Der namenlose Protagonist arbeitet für einen großen amerikanischen Autohersteller als Rückrufkoordinator und führt ein nach außen unauffälliges, an oberflächlichem Konsum orientiertes Leben. Er verabscheut seinen Beruf und leidet an Schlaflosigkeit. Um diese zu lindern, nimmt er an Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke teil, indem er vorgibt, selbst unheilbar krank zu sein. Die Anteilnahme der Gruppenmitglieder bewirkt kurzzeitig, dass die Schlaflosigkeit des Protagonisten verschwindet, zumindest so lange, bis er dort Marla Singer kennenlernt, wie er eine Simulantin, die ebenfalls ungerechtfertigt an Selbsthilfegruppen teilnimmt, woraufhin er sich ertappt und unbehaglich fühlt und wieder nicht schlafen kann.

Sein Leben verändert sich radikal, als er im Flugzeug auf Tyler Durden, einen dubiosen Seifenhändler, trifft. Nachdem die Eigentumswohnung des Protagonisten bei einer Explosion zerstört worden ist, wendet er sich spontan an Tyler, um diesen um eine Schlafgelegenheit zu bitten. Man trifft sich in einer Kneipe und anschließend verlangt Tyler als Gegenleistung für die Unterkunft geschlagen zu werden. Daraus resultiert eine sonderbar freundschaftliche Prügelei, bei der sich der Protagonist eigentümlich lebendig fühlt. Als Folge zieht der Protagonist dauerhaft bei Tyler ein, der in einer völlig heruntergekommenen Villa wohnt.

Nach weiteren Kämpfen in der Öffentlichkeit schließen sich ihnen weitere Männer an, die ebenfalls den Nervenkitzel einer Schlägerei suchen. Tyler und der Protagonist gründen daraufhin den Fight Club. Die Männer treffen sich regelmäßig im Keller einer Bar, in dem sie gegeneinander kämpfen. Diese Art von Geheimloge ist für den Protagonisten die neue Form einer Selbsthilfegruppe; er ist glücklich. Eines Tages ruft Marla bei ihm an, nachdem sie zu viele Schlaftabletten zu sich genommen hat, um ihn um Hilfe zu bitten. Der Protagonist ignoriert sie, doch kümmert sich Tyler um Marla, woraufhin beide eine heftige Affäre miteinander beginnen. Tyler bittet den Protagonisten – sozusagen als Gefallen unter Freunden – dass dieser niemals mit Marla über Tyler redet, woran sich der Protagonist auch hält. Parallel dazu kann der Protagonist mit einer List verhindern, fristlos entlassen zu werden. Zum einen erpresst er seinen Arbeitgeber mit der Wahrheit, dass dieser Autos herstellt, die Sicherheitsstandards nicht entsprechen. Im Büro seines Vorgesetzten verprügelt er sich zudem vor dessen Augen selbst, gibt aber seinem Chef die Schuld daran und bewirkt so, dass er fortan als „freiberuflicher Berater“ weiter Gehalt bezieht, ohne arbeiten zu müssen.

Tyler gründet derweil ohne das Wissen seines Mitbewohners das Projekt Chaos (Project Mayhem), wofür er Gleichgesinnte aus dem Fight Club rekrutiert, die er daraufhin alle in seinem Haus wohnen lässt. Daraus entwickelt sich eine strikt durchorganisierte Armee, die Angriffe auf die öffentliche Ordnung ausführt, wobei es zu einem Todesfall in den eigenen Reihen kommt. Der Protagonist, der unter immer stärkeren Schlafstörungen und Erinnerungslücken leidet, bemerkt nun, dass er die Einsicht in Tyler und dessen Pläne verloren hat. Nachdem Tyler plötzlich verschwunden ist, begibt sich der Protagonist auf dessen Spur. Er erfährt, dass Tyler landesweit weitere Fight Clubs gegründet hat, um die herrschende Ordnung umzustürzen. Dabei erfährt er zu seiner Bestürzung, dass er selbst von allen für Tyler gehalten wird.

Nachdem der Protagonist vor Marla über Tyler geredet und damit Tylers einzige Regel zwischen den beiden gebrochen hat, taucht Tyler in einem Hotelzimmer des Protagonisten auf und offenbart ihm endgültig die Wahrheit über sich und ihn: Er leidet an multipler Persönlichkeitsstörung. Er selbst ist Tyler Durden, der als eigenständige Person nur in seiner Vorstellung existiert, eine souveräne und anarchistische Person, die all das ist und tut, was er nie sein oder tun konnte. Der Protagonist selbst arbeitet als Tyler, wenn er zu „schlafen“ glaubte, er ist teilweise noch er selbst oder er beobachtet Tyler. Er selbst hatte sich damals vor der Kneipe verprügelt, er selbst hatte seine alte Wohnung und sein altes Leben gesprengt. Als Tyler hatte er selbst die Affäre mit Marla und hat einen Plan in Bewegung gebracht, den der Protagonist nun aufzuhalten versucht: Die Zentralen aller Kreditkartenunternehmen sollen in die Luft gesprengt werden, um das Finanzwesen kollabieren zu lassen und jeden Menschen noch einmal „von Null“ (Ground Zero) anfangen zu lassen. Tyler hat für den Fall vorgesorgt, dass sich sein „Ich“ gegen ihn wenden könnte, so dass sich die Angehörigen des Projekt Chaos nun gegen diesen stellen und er diesen nur knapp entkommen kann.

In einem Wolkenkratzer kommt es zum Endkampf zwischen dem Protagonisten und seinem anderen „Ich“ – wie zuvor verprügelt sich der Protagonist also faktisch selbst, wobei seine „Tyler“-Seite zunächst die Oberhand behält. An dieser Stelle zeigen Rückblenden, dass Tyler und der Protagonist tatsächlich nur eine Person sind. Der Protagonist überzeugt Tyler (und damit einen Teil von sich selbst), dass er sich – und damit beide Versionen seiner selbst – umbringen wird. Er schießt sich in den Mund, woraufhin man Tyler mit einem Loch im Hinterkopf zu Boden fallen sieht. Der Protagonist hingegen überlebt – er hatte sich lediglich durch die Wange geschossen[2]. Tylers Werk kann jedoch nicht mehr aufgehalten werden. Gemeinsam mit Marla, die eigentlich in einem Bus hätte fliehen sollen, aber von den Mitgliedern des Projekt Chaos zum Wolkenkratzer gebracht worden ist, betrachtet der Protagonist die Zerstörung der Finanzgebäude.

Quelle: Wikipedia, Youtube