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Grand Budapest Hotel

Grand Budapest Hotel

Die Handlung des Films ist in der Republik Zubrowka angesiedelt, einem nach dem polnischen Büffelgras-Wodka Żubrówka benannten fiktiven südosteuropäischen Karpatenstaat nach dem Vorbild des Ungarn der Zwischenkriegszeit. Die zentrale Rolle der Handlung nimmt das titelgebende Grand Budapest Hotel ein, das an das reale Budapester Hotel Gellért erinnert. Das inzwischen etwas heruntergekommene, weitläufige Grand Hotel hat noch einen Rest des Glanzes der Habsburgerzeit.[5][6][7] Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
2014
Land:
Vereinigtes Königreich, Deutschland, Vereinigte Staaten
Laufzeit:
100 Minuten
FSK:
FSK 12, JMK 10
Regie:
Wes Anderson
Drehbuch:
Wes Anderson, Hugo Guinness
Produktion:
Wes Anderson, Jeremy Dawson, Steven Rales, Scott Rudin
Musik:
Alexandre Desplat
Kamera:
Robert D. Yeoman
Schnitt:
Barney Pilling
Schauspieler:
  • Ralph Fiennes: M. Gustave H.
  • Tony Revolori: Zéro Moustafa (jung)
  • F. Murray Abraham: Zéro Moustafa (alt)
  • Mathieu Amalric: Serge X.
  • Adrien Brody: Dmitri Desgoffe und Taxis
  • Willem Dafoe: J. G. Jopling
  • Jeff Goldblum: Rechtsanwalt Vilmos Kovacs
  • Harvey Keitel: Ludwig
  • Jude Law: Schriftsteller (jung)
  • Tom Wilkinson: Schriftsteller (alt)
  • Bill Murray: M. Ivan
  • Edward Norton: Inspector Albert Henckels
  • Saoirse Ronan: Agatha
  • Léa Seydoux: Clotilde
  • Jason Schwartzman: M. Jean
  • Tilda Swinton: Madame D.
  • Owen Wilson: M. Chuck
  • Larry Pine: Mr. Mosher
  • Florian Lukas: Pinky
  • Bob Balaban: Martin
  • Fisher Stevens: Robin
  • Waris Ahluwalia: Dino
  • Jella Niemann: Studentin
  • Wally Wolodarsky: Georges
  • Karl Markovics: Wolf
  • Volker „Zack“ Michalowski: Günther
  • Matthias Matschke: Shifty Guard
  • Milton Welsh: Corporal Franz Müller
  • Heike Hanold-Lynch: Carolina
  • Daniel Steiner: Anatole
  • Hendrik von Bültzingslöwen: Ernst
  • Sabine Urig: Laetizia
  • Rainer Reiners: Konditor Mendl
  • Georg Tryphon: Mönch
  • Michael Benthin: Verurteilter Spitzel
  • Bernhard Kremser: Geschäftsmann
  • Steffen Scheumann: Oberkellner
  • Lisa Kreuzer: Grande Dame

Handlung

Die Handlung des Films ist in der Republik Zubrowka angesiedelt, einem nach dem polnischen Büffelgras-Wodka Żubrówka benannten fiktiven südosteuropäischen Karpatenstaat nach dem Vorbild des Ungarn der Zwischenkriegszeit. Die zentrale Rolle der Handlung nimmt das titelgebende Grand Budapest Hotel ein, das an das reale Budapester Hotel Gellért erinnert. Das inzwischen etwas heruntergekommene, weitläufige Grand Hotel hat noch einen Rest des Glanzes der Habsburgerzeit.[5][6][7]

Der Regisseur verwendet das Stilmittel der Rahmenerzählung auf vier Zeitebenen in fünf verschiedenen Kapiteln: Der Film beginnt in der Gegenwart. Eine junge Frau nähert sich auf dem alten Friedhof der Kleinstadt Lutz der Büste eines in Zubrowka verehrten Schriftstellers mit dessen Buch in den Händen, das wie der Film heißt. Sie beginnt ein Kapitel zu lesen.

Dieses erzählt aus der Perspektive des Jahres 1985 von einer hartnäckigen Schreibblockade, die den namenlosen Verfasser 1968 zu einer Reise ins Bergdorf Nebelsbad zum Grand Budapest Hotel veranlasste. Der alte Stammgast Zéro Moustafa, der schon bald als der Hotelbesitzer erkannt wird, legt dem Autor, einem jungen Schriftsteller, im von einem riesigen alpinen Wandbild mit steilem Wasserfall und Steinbock auf spitzem Felsen gezierten großen Speisesaal seine Erlebnisse als Page in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg dar. Der junge Hoteldiener war Lehrling und Protegé des Concierge Monsieur Gustave H. Die Erlebnisse der beiden behandelt der Film im Folgenden.[5][7][6]

Es folgt in einer weiteren Zeitebene Zéros Bericht, der 1932 beginnt, als der Flüchtlingsjunge im letzten ruhmreichen Jahr des Hotels seine Arbeit als „Lobby Boy“ beginnt. Zubrowka befindet sich am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, was jedoch für den galanten und immer mit „L’Air de Panache“ reichlich parfümierten Gustave von untergeordneter Bedeutung ist. Er weiß sich die Gunst von Frauen und Männern zu sichern. Eine von ihnen ist die 84-jährige Witwe Céline Villeneuve Desgoffe und Taxis, genannt Madame D., mit der Gustave bei ihrem letzten Aufenthalt im Hotel die Nacht verbringt. Einige Tage danach erfährt er, dass die reiche Madame D. unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Gustave und Zéro reisen mit dem Zug zum in einiger Entfernung gelegenen Schloss Lutz. Bei einer Grenzkontrolle kann Gustave seinen staatenlosen Schützling Zéro vor einer Verhaftung wegen dessen provisorischer Reisedokumente retten, dieses Mal noch nach den alten Regeln des Anstandes mit Inspektor Henckels. Bei der Testamentseröffnung in Lutz stellt sich heraus, dass Madame D. Gustave das unbezahlbare Gemälde Jüngling mit Apfel des fiktiven niederländischen Renaissancemalers Johannes van Hoytl d. J. vererbt hat.

Aufgrund dessen bahnt sich ein Konflikt mit ihrem Sohn Dmitri Desgoffe und Taxis an. Um das Gemälde vor der gierigen Familie zu retten, stiehlt es Gustave in Lutz und versteckt es später in einem Safe des Grandhotels. Der Tod von Madame D. ist zudem Anlass für die Polizei zu ermitteln. Gustave wird durch Dmitris Intrigen wegen Mordverdachtes verhaftet und in den Zellenblock des gefürchteten Internierungslagers Checkpoint 19 gebracht.

Zéro verhilft ihm mit in kunstvolle Kuchen eingebackenen Steinmetzwerkzeugen zur Flucht aus dem Gefängnis. Mit einer kleinen Gruppe Gefangener gräbt sich Gustave den Weg aus der Zelle. Er trennt sich von den anderen und versucht nun zusammen mit Zéro, seine Unschuld zu beweisen. Sie kommen in ein Kloster, wo sich Madame D.s auf mysteriöse Weise verschwundener Butler Serge X. aufhält. Er ist die einzige Person, die Gustaves Alibi für die Mordnacht bestätigen kann. Gustave und Zéro werden verfolgt von J. G. Jopling, einem von Dmitri engagierten Mörder mit Totenkopf-gemusterten Schlagringen, der Serge X. ermordet.

Mit einem Schlitten verfolgen Zéro und Gustave den aus dem Kloster fliehenden Jopling, kommen aber letztlich zu Sturz. An einer Kante aus Eis hängt Gustave nur mehr an seinen Händen, während Jopling versucht, diese Kante zu lockern, um Gustave abstürzen zu lassen. Zéro gelingt es, den Attentäter in die Tiefe zu stoßen und seinen Mentor Gustave zu retten.

Zurück im Grand Budapest Hotel, müssen die beiden feststellen, dass faschistisches Militär das Etablissement requiriert hat und es angesichts des unmittelbar bevorstehenden Kriegsausbruchs in eine Kaserne verwandeln will. Der entsetzte Gustave schwört, die Schwelle des Hotels nie wieder zu übertreten. Zéros Geliebte Agatha erklärt sich bereit, das Bild aus dem Hotelsafe zu holen, wird jedoch von Dmitri entdeckt.

Nach Verfolgungsjagd und Schusswechsel kommt der von Serge im Bilderrahmen versteckte letzte Wille von Madame D. für den Fall ihres gewaltsamen Ablebens zum Vorschein. Sie war die geheimnisvolle Besitzerin des Grand Budapest Hotels und vererbt Vermögen, Hotel und Gemälde an Gustave, was ihn wohlhabend macht.

Während einer Bahnfahrt kommen Gustave und Zéro an denselben Grenzübergang wie schon bei der Fahrt zur Testamentseröffnung. Doch nun scheinen die alten Regeln nicht mehr zu gelten. Henckels damalige Höflichkeit ist der Grobheit der rücksichtslosen Besatzungssoldaten gewichen, und Gustave wird beim Streit über Zéros immer noch provisorisches Reisedokument erschossen. Zéro, nun seinerseits Alleinerbe von Gustave, schwört, das Erbe des Grand Budapest Hotels fortzuführen, jedoch fordern laufende Konflikte ihren Tribut und langsam beginnt der Zahn der Zeit am Hotel zu nagen. Wenige Jahre später erliegen Agatha und das gemeinsame Kind der fiktiven Krankheit „Preußische Grippe“, eine Anspielung auf die reale Spanische Grippe.

Wieder im Jahr 1968 gesteht der Hotelbesitzer Zéro Moustafa dem Autor, dass er es nicht über sich bringt, das Hotel zu schließen, denn es sei die letzte Verbindung zu seiner verstorbenen Frau und den besten Jahren seines Lebens. Der Autor geht später nach Südamerika und kommt nicht mehr in das Hotel zurück, sodass ihm das weitere Schicksal von Hotel und Moustafa unbekannt bleibt.

Zurück in der Gegenwart beendet die junge Frau die Lektüre des Buchs über das Grand Budapest Hotel und verlässt den Friedhof.

Quelle: Wikipedia, Youtube