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Hundstage

Hundstage

Der Film beginnt mit der ersten Geschichte: Klaudia (Franziska Weisz) tanzt in einer Disco, mehrere Männer drehen sich nach ihr um und starren sie an. Ihr Freund Mario (René Wanko) platzt vor Eifersucht, provoziert eine Schlägerei und verlässt mit ihr das Lokal. Im Auto schlägt er sie, gibt ihr die Schuld an seinem Verhalten und setzt sie an der Autobahn aus. Am nächsten Tag, gezeichnet vom Vorabend, trifft sie sich wieder mit ihm, er entschuldigt sich unbeholfen, es folgt der Versöhnungssex im Auto und danach wieder Schuldzuweisung und Gewalt. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
2001
Land:
Österreich
Laufzeit:
121 Minuten
FSK:
Regie:
Ulrich Seidl
Drehbuch:
Ulrich Seidl, Veronika Franz
Produktion:
Helmut Grasser, Philippe Bober (Allegro Film)
Musik:
Marcus Davy
Kamera:
Wolfgang Thaler
Schnitt:
Andrea Wagner, Christof Schertenleib
Schauspieler:
  • Maria Hofstätter: Die Anhalterin
  • Alfred Mrva: Der Mann für die Sicherheit
  • Franziska Weisz: Die Freundin des Opel-Freaks
  • Christine Jirku: Lehrerin und Geliebte von Wickerl
  • Viktor Hennemann: Wickerl
  • Georg Friedrich: Angetrunkener Freund von Wickerl
  • Claudia Martini: Die geschiedene Frau und Freundin des Masseurs
  • Victor Rathbone: Der geschiedene Mann
  • Erich Finsches: Alter Mann
  • Gerti Lehner: Haushälterin des alten Mannes

Handlung

Der Film beginnt mit der ersten Geschichte: Klaudia (Franziska Weisz) tanzt in einer Disco, mehrere Männer drehen sich nach ihr um und starren sie an. Ihr Freund Mario (René Wanko) platzt vor Eifersucht, provoziert eine Schlägerei und verlässt mit ihr das Lokal. Im Auto schlägt er sie, gibt ihr die Schuld an seinem Verhalten und setzt sie an der Autobahn aus. Am nächsten Tag, gezeichnet vom Vorabend, trifft sie sich wieder mit ihm, er entschuldigt sich unbeholfen, es folgt der Versöhnungssex im Auto und danach wieder Schuldzuweisung und Gewalt.

Die zweite Geschichte: Anna (Maria Hofstätter) spricht vor Supermärkten wildfremde Leute an und bittet, ein Stück mitgenommen zu werden. Ziel hat sie keines, zumindest erwähnt sie es nie. Sie ist offensichtlich „verrückt“, provoziert die Leute, die sie mitnehmen, mit Sätzen wie: „Tut’s ihr noch bumsen?“ oder „Du schaust aber scho recht oid aus“ und rückt ihnen distanzlos auf die Haut. Sie reagieren alle unterschiedlich darauf, schreien sie an oder versuchen ihr ihre Situation zu erklären, wie einem Kind, das immer „warum“ fragt.

Die dritte Geschichte: Der Alarmanlagenvertreter Hruby (Alfred Mrva) versucht sein Glück in einer größeren Wohnanlage. Doch sein Geschäft läuft nicht gut. So hat er auch den Auftrag, einen gemeinen „Autozerkratzer“ ausfindig zu machen, was ihm nicht gelingen will. Zwischendurch nervt ihn telefonisch seine Frau, die alkoholabhängig zu sein scheint. Zu allem Übel fangen die Besitzer der beschädigten Autos an, ihm zu drohen, sollte es ihm nicht gelingen, den Auto-Vandalen zu ermitteln.

Die vierte Geschichte: Ing. Walter (Erich Finsches) ist Rentner und Witwer. Sein Lebensinhalt besteht darin, gekaufte Lebensmittel auf ihr Gewicht zu prüfen und zu reklamieren. Er hat eine Haushaltshilfe (Gerti Lehner), von der er sich zu seinem 50. „Hochzeitstag“ wünscht, dass sie eines der Kleider seiner verstorbenen Frau trägt und ihm einen Schweinsbraten zubereitet. Nach dem Essen strippt sie im Wohnzimmer vor ihm.

Die fünfte Geschichte: Eine Lehrerin mittleren Alters (Christine Jirku) kommt nach Hause. Sie träumt, von ihrem Liebhaber Wickerl (Victor Hennemann) begehrt zu werden. Wickerl ist ein Zuhältertyp, schroff und ungehalten, vulgär und gewalttätig. Sie nimmt die Opferhaltung ein, wehrt sich erst dann, als sie von Lucky, einem Freund Wickerls (Georg Friedrich), dazu gezwungen wird. Er hat sie am Vorabend im Rausch aus Drogen und Alkohol gemeinsam mit Wickerl sexuell belästigt.

Die sechste Geschichte. Ein Ex-Ehepaar lebt noch immer im selben Haus mit- bzw. nebeneinander. Die Frau besucht einen Swingerclub im Einkaufsviertel, während der Mann schweigend in aggressiven Leerlaufhandlungen auf sie zu warten scheint. Sie sprechen nicht miteinander; die Tochter ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie besuchen getrennt voneinander die Unfallstelle. Die Ex-Frau (Claudia Martini) bestellt sich einen Masseur (Christian Bakonyi) nach Hause und vergnügt sich am Abend vor den Augen des Ex-Mannes (Victor Rathbone) mit ihm im Wohnzimmer. Die Situation eskaliert, der Ex-Mann bedroht den Nebenbuhler mit einer Waffe. Am nächsten Tag sitzen beide Ehepartner auf einer Kinderschaukel nebeneinander. Diese Szene ist einer der wenigen Hoffnungsschimmer im Film.

Quelle: Wikipedia, Youtube