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In ihren Augen

In ihren Augen

Der pensionierte Gerichtsbeamte Benjamín Esposito beschließt im Jahr 2000, einen Roman zu schreiben. In dessen Zentrum soll ein Fall stehen, der ihn nicht loslässt: die Vergewaltigung und Ermordung der jungen Liliana Colotto im Juni 1974. Esposito trifft sich mit der Richterin Irene Hastings, seiner großen Liebe, nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder. Zusammen mit ihr hatte er damals den Mordfall untersucht. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
2009
Land:
Argentinien
Laufzeit:
129 Minuten
FSK:
FSK 12
Regie:
Juan José Campanella
Drehbuch:
Juan José Campanella, Eduardo Sacheri (Roman und Drehbuch)
Produktion:
Juan José Campanella, Gerardo Herrero, Mariela Besuievski, Vanessa Ragone, Axel Kuschevatzky
Musik:
Federico Jusid, Emilio Kauderer
Kamera:
Félix Monti
Schnitt:
Juan José Campanella
Schauspieler:
  • Ricardo Darín: Benjamín Esposito
  • Soledad Villamil: Irene Menéndez Hastings
  • Guillermo Francella: Pablo Sandoval
  • Pablo Rago: Ricardo Morales
  • Javier Godino: Isidoro Gómez
  • Mariano Argento: Romano
  • José Luis Gioia: Inspektor Báez

Handlung

Der pensionierte Gerichtsbeamte Benjamín Esposito beschließt im Jahr 2000, einen Roman zu schreiben. In dessen Zentrum soll ein Fall stehen, der ihn nicht loslässt: die Vergewaltigung und Ermordung der jungen Liliana Colotto im Juni 1974. Esposito trifft sich mit der Richterin Irene Hastings, seiner großen Liebe, nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder. Zusammen mit ihr hatte er damals den Mordfall untersucht.

Nach der Ermordung von Liliana Colotto werden zwei Bauarbeiter des Mordes bezichtigt und von der Polizei zu einem Geständnis gezwungen. Esposito, der von der Unschuld der beiden überzeugt ist, greift in seiner Wut den dafür verantwortlichen Justizbeamten einer anderen Abteilung (Romano) an. Er will den wahren Mörder aufspüren und besucht Ricardo Morales, den Ehemann der Ermordeten. In den Fotoalben des jungen Paares fällt ihm ein Mann auf, der Colotto auf mehreren Aufnahmen in auffälliger Weise anschaut. Der Witwer identifiziert ihn als Isidoro Gómez. Esposito macht sich auf die Suche nach ihm. Doch Gómez ist nicht auf der Baustelle erschienen, auch seine Mietwohnung hat er in aller Eile verlassen. Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Pablo Sandoval durchsucht Esposito ohne richterliche Erlaubnis die Wohnung der Mutter des Verdächtigen. Sie finden dort Briefe, die Gómez an seine Mutter geschrieben hat; Sandoval lässt sie bei der überhasteten Flucht mitgehen. Die Briefe offenbaren eine Leidenschaft des Gesuchten für den Racing Club, einem Fußballverein aus Avellaneda. Nach jahrelanger Suche können sie Gómez in einem Fußballstadion verhaften.

In dem anschließenden Verhör provoziert die Richterin Hastings den Verdächtigen. Sie stellt seine Männlichkeit in Abrede, bis dieser außer sich gerät und schließlich den Mord an der jungen Frau gesteht. Das Gericht verurteilt Gómez zu lebenslanger Haft. Doch schon nach kurzer Zeit ist er wieder frei. Der argentinische Sicherheitsdienst hat sich Gómez nach Beginn der Militärdiktatur angenommen, um ihn als Spitzel einzusetzen. Romano, der inzwischen für den argentinischen Sicherheitsdienst arbeitet, ist für diesen Schachzug verantwortlich; er wollte offenbar eine offene Rechnung mit Esposito begleichen. Hastings und Esposito protestieren vergeblich gegen sein Vorgehen. Auf dem Rückweg begegnen sie Gómez in einem Fahrstuhl; dieser überprüft demonstrativ seine Dienstpistole. Ein offenbar von Gómez beauftragtes Hinrichtungskommando will Esposito in seiner Wohnung erschießen, ermordet jedoch statt seiner den zufällig anwesenden Sandoval. Esposito verabschiedet sich daraufhin von Irene Hastings und flieht in die Provinz, wo er einige Jahre arbeitet.

25 Jahre später (Esposito hat einen Großteil seines Romans fertiggestellt) sucht er den Bankangestellten Morales auf, der sehr zurückgezogen auf dem Land lebt. Er hat nicht wieder geheiratet. Schließlich erzählt er Esposito, dass er Gómez aufgespürt habe; er habe ihn entführt und ermordet. Esposito verabschiedet sich und lässt im Auto seine Eindrücke noch einmal Revue passieren. Schließlich erinnert er sich, dass Morales ihm damals gesagt hat, der Mörder dürfe nicht einfach mit dem Tod bestraft werden; er müsse lebenslang eingesperrt werden. Deshalb kehrt Esposito zu dem Anwesen zurück. Er kann dort beobachten, wie Morales ein Tablett mit Speisen zu einem Anbau des Hauses trägt. Es stellt sich heraus, dass er den Mörder seiner Frau seit 25 Jahren in einem selbstgebauten Gefängnis gefangen hält. Morales will Gómez lebenslang eingesperrt wissen. Zurück in Buenos Aires geht Esposito ins Gerichtsgebäude, wo er Irene seine Liebe gestehen will. Der Film endet, als sie ihn auffordert, die Tür zu ihrem Büro zu schließen.

Quelle: Wikipedia, Youtube