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Platoon

Platoon

Die Handlung beginnt im September 1967 nahe der kambodschanischen Grenze. Der Protagonist des Films, der Infanteriesoldat Chris Taylor, meldet sich freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam. Schon bald stellt der naive Collegeabbrecher fest, dass sich das Soldatenleben anders gestaltet, als er es sich vorgestellt hat. Von Kameradschaft ist anfangs gar nichts zu spüren, stattdessen wird kräftig nach unten getreten. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1986
Land:
Vereinigte Staaten
Laufzeit:
115 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Oliver Stone
Drehbuch:
Oliver Stone
Produktion:
Arnold Kopelson, John Daly
Musik:
Georges Delerue, Samuel Barber (Titelthema[2])
Kamera:
Robert Richardson
Schnitt:
Claire Simpson
Schauspieler:
  • Charlie Sheen: Chris Taylor
  • Tom Berenger: Staff Sgt. Robert E. Lee Barnes
  • Willem Dafoe: Sgt. Elias Grodin
  • John C. McGinley: Sgt. O’Neill
  • Forest Whitaker: Big Harold
  • Keith David: King
  • Kevin Dillon: Bunny
  • Mark Moses: Lt. Wolfe
  • Johnny Depp: Lerner
  • Richard Edson: Sal
  • Tony Todd: Warren
  • Dale Dye: Capt. Harris
  • Francesco Quinn: Rhah
  • Reggie Johnson: Junior
  • Corey Glover: Francis
  • Chris Pedersen: Crawford
  • Bob Orwig: Gardner
  • Corkey Ford: Manny
  • David Neidorf: Tex

Handlung

Die Handlung beginnt im September 1967 nahe der kambodschanischen Grenze. Der Protagonist des Films, der Infanteriesoldat Chris Taylor, meldet sich freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam. Schon bald stellt der naive Collegeabbrecher fest, dass sich das Soldatenleben anders gestaltet, als er es sich vorgestellt hat. Von Kameradschaft ist anfangs gar nichts zu spüren, stattdessen wird kräftig nach unten getreten.

Bereits bei seinem ersten Einsatz erfährt Taylor, dass ein Neuling in Vietnam nichts zählt. Die Wertigkeit der Person wird nach den verbleibenden Tagen im Einsatz berechnet. Ist man ein Neuling und hat noch seine 365 Tage vor sich, zählt man zum Kanonenfutter. Soldaten unter 100 Tagen zählen zu den alten Hasen und dürfen in der Schützenreihe nach ganz hinten gehen.

Taylor befindet sich mit einer kleinen Gruppe im Dschungel, um als Vorposten einen Hinterhalt für den Vietcong vorzubereiten. Taylor übernimmt die Wache und soll dann von Junior abgelöst werden. Dieser ist aber überfordert. So gelingt es den feindlichen Truppen, sich unbemerkt an das Platoon heranzuschleichen. Zwei Soldaten sterben, darunter der zweite Neuankömmling. Taylor wird am Nacken durch einen Streifschuss verletzt. Schließlich können die Angreifer abgewehrt werden. Junior versucht die Schuld auf Taylor zu schieben, was die Gruppe jedoch nicht akzeptiert. Taylor wird abtransportiert und ins Lazarett gebracht.

Nach seiner Rückkehr zu seinem Platoon bei der 25. US-Infanteriedivision wird er für Drecksarbeiten im Lager eingeteilt. Er freundet sich mit einigen seiner afroamerikanischen Kameraden an, die nicht begreifen können, warum Taylor sich freiwillig gemeldet hat. Taylor wird am Abend in den Bunker von Rhah eingeladen. Dort werden verschiedene Drogen konsumiert. Taylor bekommt einen Zug von der Opiumpfeife. Er trifft auch auf Sergeant Elias, welcher schon drei Jahre in Vietnam dient und als erfahrener Veteran gilt. Nach seinem Einstand, einem Marihuana Shot von Elias durch den Lauf einer Pumpgun, wird Taylor in die Gruppe der Potheads aufgenommen. Diese Gruppe nimmt in der Freizeit Drogen, um die Schrecken des Krieges zu vergessen. Sie kämpfen, um zu überleben und unversehrt nach Hause zu kommen.

Parallel wird eine andere Gruppe um Sergeant Barnes in der großen Baracke gezeigt, die große Mengen Alkohol in Form von Dosenbier und Whisky konsumiert. Veteran Barnes greift im Krieg zu brutalen Mitteln, ebenso seine Gefolgsleute, die keinerlei Skrupel kennen.

Bei einer der nächsten Patrouillen kommt es zu einem Vorfall, der die zwei Lager zusätzlich spaltet. Eine Gruppe stößt auf eine verlassene Bunkeranlage über einem Tunnelsystem, das von Sergeant Elias als Tunnelratte gesäubert wird. Bei der Durchsuchung des Lagers werden zwei Soldaten durch eine Sprengfalle getötet. Außerdem ist der Soldat Manny, der die linke Flanke decken sollte, unauffindbar. Elias und weitere vier Mann bleiben zurück, um die Tunnelanlagen zu erkunden. Barnes macht sich mit dem Rest des Platoons in ein nahe gelegenes Dorf auf.

Auf dem Weg in das Dorf finden sie Manny tot an einen Baum gebunden vor. Im Dorf finden die Soldaten versteckte Personen, ein Waffenarsenal und große Mengen an Reis. Der Verdacht, das Dorf unterstütze den Vietcong, kommt auf. Bei einer Säuberungsaktion lassen die Soldaten ihren Unmut über Mannys Tod an der Zivilbevölkerung aus. Taylor holt einen behinderten jungen Mann und eine alte Frau aus ihrem Versteck. Da er sich vom unablässigen Grinsen des Jungen provoziert fühlt, foltert Taylor ihn mit Schüssen unter seinen Fuß. Bunny schlägt dem jungen Vietnamesen schließlich den Kopf ein.

Beim Verhör des Dorfoberhaupts, der angibt, von den Vietcong gezwungen worden zu sein, für sie Waffen und Reis zu lagern, kommt es zu einem weiteren Mord. Weil der Mann nicht sagen kann oder will, wo sich die Feinde gerade befinden, erschießt Barnes dessen Frau und bedroht die Tochter mit der Pistole. Elias erscheint mit seinen Männern und beendet das Verhör, worauf es zwischen Elias und Barnes zu einer Prügelei kommt. Der Lieutenant teilt mit, dass der Captain befohlen habe, die Waffen zu vernichten und das Dorf einzuäschern. Taylor stoppt die Vergewaltigung eines jungen Mädchens durch seine Kameraden. Die als Vietcong verdächtigten Personen werden abgeführt und der Rest der Dorfbewohner evakuiert.

Elias berichtet Captain Harris nach der Rückkehr zur Basis von dem Vorfall. Harris kann Barnes wegen Personalmangels jedoch für die Dauer der Untersuchung nicht freistellen. Er bittet die Sergeants um eine „Feuerpause“ und kündigt ein Kriegsgericht an, falls illegale Tötungen stattgefunden haben sollten. Nun ist das Platoon endgültig gespalten, eine Hälfte hält zu Barnes, die andere zu Elias.

Das Platoon wird am folgenden Tag erneut auf Kampfpatrouille geschickt und gerät in ein schweres Feuergefecht. Beim Angriff durch die Vietnamesische Volksarmee setzt sich Elias mit Taylor und zwei weiteren Soldaten an die linke Flanke ab, um dort das Eintreffen des 3. Platoons zu sichern. Elias postiert die drei Männer an einer taktisch wichtigen Stelle, er selbst legt seine Ausrüstung und Splitterschutzweste ab, um schneller hinter den feindlichen Linien operieren zu können. Taylor und seinen Kameraden gelingt es, ein Einfallen der Vietnamesen auf der linken Flanke zu verhindern. Elias tötet im Nahkampf mehrere Vietcong. Barnes gibt den Befehl zum Rückzug und gibt an, selbst nach Elias zu suchen. Als er auf diesen trifft, schießt er auf Elias. Gegenüber Taylor, der Barnes gefolgt war, behauptet Barnes, Elias sei von Vietnamesen erschossen worden und tot. Daraufhin sammeln sich die Überlebenden und werden mit Hubschraubern ausgeflogen. Als sich die Bell UH-1 bereits auf dem Weg aus der Kampfzone befinden, wird plötzlich Elias am Boden entdeckt. Verwundet, unbewaffnet und mit letzter Kraft flüchtet er vor einer großen Gruppe feindlicher Infanterie. Die Hubschrauber kehren um und die Besatzungen eröffnen aus der Luft das Feuer auf Elias’ Verfolger. Obwohl sie sofort mehrere feindliche Soldaten ausschalten, können sie nicht verhindern, dass Elias kurz darauf erneut getroffen wird und zusammenbricht. Er wird seinem Schicksal überlassen.

In der Basis spricht Taylor über die mutmaßliche Tat Barnes’, aber niemand wagt es, Barnes mit der Vermutung zu konfrontieren. Barnes hört mit und fordert die Gruppe um Taylor auf, gegen ihn zu kämpfen. Nur Taylor attackiert den betrunkenen Barnes, der ihn jedoch überwältigt. Rhah kann Barnes schließlich davon abhalten, Taylor zu töten.

In der Folgezeit wird ein Großangriff der Vietnamesischen Volksarmee erwartet. Die Soldaten werden zu einem Punkt nahe der Grenze zu Kambodscha geflogen, wo sie Schützengräben und -löcher ausheben. Kurz vor dem erwarteten Kampf wird King, der nur noch wenige Tage zu dienen hat, aufgrund eines Verwaltungsfehlers ausgeflogen. Der ansonsten großmäulige O’Neill bettelt um das Ausfliegen, aber Barnes macht keine weiteren Ausnahmen. Junior, der sich selbst verwundet hat, um dem Einsatz zu entgehen, wird von Barnes durch Drohungen gefügig gemacht.

In der Nacht kommt es dann zur Großoffensive. Die weit auseinander gezogenen Stellungen der U.S. Army werden überrannt, wobei unter anderem Bunny, Junior und Wolfe ums Leben kommen, während O’Neill sich hinter einigen Leichen versteckt. Die Nordvietnamesen stürmen die letzten Verteidigungslinien und dringen in die Basis ein. In einem Offiziersbunker wird indes noch versucht, die Verteidigung der Basis zu koordinieren. Mit einer scharfen Handgranate läuft ein nordvietnamesischer Soldat direkt in den Bunker und sprengt sich, mitsamt den darin befindlichen U.S.-Soldaten, in die Luft. Captain Harris beobachtet dies und entschließt sich in der ausweglosen Situation, einen Luftschlag auf die eigene Position anzuordnen. Die Air Force bombardiert auf Harris’ Befehl das gesamte Areal mit Napalm. Während des Gefechts begegnet Taylor Barnes, der ihn im Blutrausch zu erschlagen versucht, während ringsherum Bomben einschlagen.

Am nächsten Morgen ist der Boden im Dschungel und in der Basis von unzähligen Leichen und Verwundeten bedeckt. Taylor hat überlebt und nimmt ein Typ-56-Sturmgewehr auf. Wenige Meter weiter findet er Barnes. Dieser befiehlt Taylor, einen Sanitäter zu holen, doch Taylor legt sein Gewehr auf ihn an. Barnes begreift die Situation und verhöhnt Taylor noch, bevor dieser ihn erschießt und so Elias rächt. Kurz danach treffen Verstärkungen ein. Sgt. O’Neill kriecht unverletzt aus seinem Versteck und behauptet, man hätte ihn allein gelassen. Francis, der die Nacht ebenfalls überlebt hat, fügt sich selbst mit dem Bajonett eine Verletzung zu.

Für Taylor ist der Krieg nun vorbei. Verwundet wird er in einen Hubschrauber verladen und ins Lazarett geflogen, begleitet von einem inneren Monolog: „Wir haben nicht gegen den Feind gekämpft, wir haben gegen uns selbst gekämpft, der Feind war in uns …“

Quelle: Wikipedia, Youtube