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Psycho

Psycho

Marion Crane, eine Sekretärin aus Phoenix, ist es leid, sich mit ihrem Freund Sam nachmittags heimlich in billigen Absteigen treffen zu müssen. Sie möchte endlich heiraten. Er fühlt sich jedoch finanziell noch nicht genug abgesichert, um ihr ein sicheres Leben zu ermöglichen. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1960
Land:
USA
Laufzeit:
109 Minuten
FSK:
FSK 12 (Neubewertung 2006), 18 (Originalbewertung), 16 (DVD-Release)
Regie:
Alfred Hitchcock
Drehbuch:
Joseph Stefano
Produktion:
Alfred Hitchcock, für Shamley Productions
Musik:
Bernard Herrmann
Kamera:
John L. Russell
Schnitt:
George Tomasini
Schauspieler:
  • Anthony Perkins: Norman Bates
  • Janet Leigh: Marion Crane
  • Vera Miles: Lila Crane
  • John Gavin: Sam Loomis
  • Martin Balsam: Det. Milton Arbogast
  • John McIntire: Sheriff Al Chambers
  • Simon Oakland: Dr. Fred Richmond
  • Frank Albertson: Tom Cassidy
  • Patricia Hitchcock: Bürokollegin von Marion Crane
  • Vaughn Taylor: George Lowery
  • John Anderson: California Charlie
  • Mort Mills: Highwaypolizist
  • Lurene Tuttle: Mrs. Chambers

Handlung

Marion Crane, eine Sekretärin aus Phoenix, ist es leid, sich mit ihrem Freund Sam nachmittags heimlich in billigen Absteigen treffen zu müssen. Sie möchte endlich heiraten. Er fühlt sich jedoch finanziell noch nicht genug abgesichert, um ihr ein sicheres Leben zu ermöglichen.

Marion wird von ihrem Arbeitgeber Lowery beauftragt, für den wohlhabenden Kunden Tom Cassidy 40.000 Dollar zur Bank zu bringen. Sie fasst den Entschluss, das Geld zu unterschlagen und sich krank zu melden. Marion verlässt mit dem Geld die Stadt, was ihr Chef zufällig sieht. Auf der Fahrt erregt sie durch ihr sonderbares Verhalten die Aufmerksamkeit eines Polizisten, der sich eine Weile lang an ihre Fersen heftet. Das überhastete Tauschen ihres Wagens gegen einen anderen weckt den Argwohn eines Autohändlers.

Nervös und ängstlich erreicht Marion im strömenden Regen schließlich ein abseits der Hauptstraße gelegenes Motel. Dessen junger Eigentümer, Norman Bates, erzählt Marion, dass er mit seiner kranken Mutter nebenan in einem viktorianischen Haus lebe und keinerlei Freunde habe. Der junge, etwas verklemmt wirkende Mann zeigt Interesse an der attraktiven Frau und lädt sie zum Abendessen ein.

Er geht vom Motel in das Haus, um das Abendessen vorzubereiten. Marion hört durch das offene Fenster eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner Mutter, die ihm Kontakte zu Frauen verbieten will, die sie für „schmutzig“ hält.

Danach bringt Bates das Abendessen ins Motel. Während des gemeinsamen Essens kommen Norman und Marion ins Gespräch. Norman erwähnt sein Hobby, das Präparieren von Vögeln, und kommt auch auf seine Mutter zu sprechen. Er bezeichnet sie als „harmlos“, nur „manchmal ein bisschen bösartig“. Er äußert auch, dass er keine Freunde brauche, denn der beste Freund eines Mannes sei seine Mutter.

Marion hadert vor dem Schlafengehen mit sich und erwägt, das gestohlene Geld zurückzubringen. Es hat den Anschein, als sei sie mit sich im Reinen, als sie unter die Dusche geht. Dort wird sie von einer Gestalt in Frauenkleidern brutal erstochen. Norman entdeckt die Leiche und ist bestürzt über die Tat, die anscheinend seine herrschsüchtige Mutter begangen hat. Er beseitigt sorgfältig alle Spuren, verstaut Marions Leiche samt Gepäck – darin auch das gestohlene Geld, von dem er nichts weiß – in ihrem Auto und versenkt es in einem Sumpfgebiet hinter dem Motel.

Marions Arbeitgeber ist von einer Affekthandlung seiner Angestellten überzeugt. Anstatt sie bei der Polizei anzuzeigen, schickt er den Privatdetektiv Arbogast auf die Suche nach ihr und dem Geld. Auch Marions Schwester Lila ist besorgt und macht sich mit ihrem Freund Sam auf die Suche. Arbogast klappert sämtliche Hotels und Motels der Umgebung ab und stößt schließlich auf Bates, dem er misstraut, da sich dieser in Widersprüche verwickelt und etwas zu verheimlichen scheint. Bates weigert sich auch, ihn zu seiner Mutter vorzulassen, was den Detektiv besonders neugierig macht.

Psycho-Haus mit Motel im Vordergrund

Nachdem er Lila am Telefon von seinem Verdacht berichtet hat, kehrt Arbogast heimlich in das Haus zurück, um mit Normans Mutter zu sprechen. Diese überrascht ihn im ersten Stock mit einem großen Messer und sticht auf ihn ein. Arbogast fällt die Treppen hinunter und erliegt seinen Verletzungen. Norman übernimmt erneut die „Aufräumarbeiten“.

Alarmiert von Arbogasts Bericht und seinem Verschwinden fahren Lila und Sam selbst zu dem Motel. Sie werden vom örtlichen Sheriff informiert, dass Mrs. Bates schon vor zehn Jahren auf dem örtlichen Friedhof begraben wurde. Sie wollen sich inkognito in Bates’ Motel einmieten, um mit Normans Mutter sprechen zu können. Während Sam Norman ablenkt, sieht sich Lila in dem alten Haus um. Sie sucht das Zimmer von Mrs. Bates auf, das aber leer ist. Lila bemerkt, dass Normans Zimmer voll mit alten Spielsachen ist. Norman schöpft Verdacht, schlägt Sam nieder und eilt zum Haus. Lila gelingt es, sich im Keller des Hauses zu verstecken. Dort findet sie die auf einem Stuhl platzierte, mumifizierte Leiche von Normans Mutter.

Norman betritt plötzlich mit Perücke und in den Kleidern seiner Mutter den dunklen Kellerraum, um auch Lila zu erstechen. Sie entgeht dem Tod nur knapp, da Sam im letzten Moment Norman überwältigen kann.

Im Polizeirevier erfährt man von Normans gespaltener Persönlichkeit: Einerseits sei er ein schüchterner, unauffälliger junger Mann, andererseits verkörpere der andere Teil seiner Persönlichkeit seine herrschsüchtige Mutter. Zehn Jahre zuvor hatte Norman sie und ihren Liebhaber aus Eifersucht vergiftet. Als Mrs. Bates, deren Tod für einen Selbstmord gehalten wurde, begraben werden sollte, soll er ihren Körper gestohlen und konserviert haben, um das Verbrechen gewissermaßen ungeschehen zu machen. So lebe er mit seiner verstorbenen Mutter zusammen und spreche mit ihr, indem er ihre Stimme imitiere. Norman übernehme die Rolle der eifersüchtigen Mutter und ermorde – in Frauenkleidern – die jungen Frauen, an denen er interessiert sei. Nach jedem Mord schimpfe er mit seiner „kranken“ Mutter und beseitige die Spuren „ihres“ Verbrechens. In der vorletzten Einstellung des Films sieht man ihn in einer Zelle sitzen und hört seinen inneren Monolog, der zeigt, dass die Persönlichkeit der Mutter vollständig von seiner Seele Besitz ergriffen hat und er sich für seine Mutter hält (verdeutlicht wird dies durch ein kurzes Einblenden des Totenschädels der Mutter in sein Gesicht). In der letzten Einstellung sieht man, wie das Auto aus dem Sumpf gezogen wird.

Quelle: Wikipedia, Youtube