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Schindlers Liste

Schindlers Liste

Der Film beginnt mit dem Kiddusch, einem Segensspruch, der zu Beginn des Sabbats gesprochen wird. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1993
Land:
USA
Laufzeit:
194 Minuten
FSK:
FSK 12
Regie:
Steven Spielberg
Drehbuch:
Steven Zaillian
Produktion:
Steven Spielberg, Branko Lustig, Gerald R. Molen
Musik:
John Williams
Kamera:
Janusz Kaminski
Schnitt:
Michael Kahn
Schauspieler:
  • Liam Neeson: Oskar Schindler
  • Ben Kingsley: Itzhak Stern
  • Ralph Fiennes: Amon Göth
  • Geno Lechner: Ruth Irene Kalder alias Majola
  • Caroline Goodall: Emilie Schindler
  • Jonathan Sagalle: Poldek Pfefferberg
  • Embeth Davidtz: Helene Hirsch
  • Malgoscha Gebel: Victoria Klonowska
  • Shmulik Levy: Wilek Chilowicz
  • Mark Ivanir: Marcel Goldberg
  • Beatrice Macola: Ingrid
  • Andrzej Seweryn: Julian Scherner
  • Friedrich von Thun: Rolf Czurda
  • Krzysztof Luft: Herman Toffel
  • Harry Nehring: Leo John
  • Norbert Weisser: Albert Hujar
  • Adi Nitzan: Mila Pfefferberg
  • Michael Schneider: Juda Dresner
  • Miri Fabian: Chaja Dresner
  • Anna Mucha: Danka Dresner
  • August Schmölzer: Dieter Reeder
  • Hans-Michael Rehberg: Rudolf Höß
  • Jochen Nickel: SS-Hauptscharführer
  • Thomas Morris: Grun
  • Elina Löwensohn: Diana Reiter
  • Bettina Kupfer: Regina Perlman
  • Henryk Bista: Herr Löwenstein
  • Martin Semmelrogge: Waffen-SS-Mann
  • Erwin Leder: Waffen-SS-Offizier
  • Ludger Pistor: Josef Liepold
  • Hans-Jörg Assmann: Julius Madritsch
  • Oliwia Dabrowska: Das Mädchen im roten Mantel
  • Grzegorz Kwas: Mietek Pemper

Handlung

Der Film beginnt mit dem Kiddusch, einem Segensspruch, der zu Beginn des Sabbats gesprochen wird.

Deutsche Besetzung Polens

Die polnische Armee wurde von der deutschen Wehrmacht zu Beginn des Zweiten Weltkriegs besiegt. Juden, die im besetzten Polen leben, werden in Ghettos umgesiedelt. Juden aus dem ganzen Land steigen in Krakau aus einem Zug und werden auf dem Bahnsteig von deutschen Beamten registriert, die ihre Namen mit Schreibmaschinen in Listen eintragen.

Unterdessen kommt Oskar Schindler in Krakau an. Der bislang erfolglose deutsche Geschäftsmann ist mit der Hoffnung nach Polen gekommen, mit jüdischen und polnischen Zwangsarbeitern Güter für die Streitkräfte zu produzieren. Er macht einen guten Eindruck auf die Autoritäten der Besatzungsmacht, da er NSDAP-Mitglied ist und die SS-Beamten im Süden Polens mit zahlreichen Geschenken und Bestechungsgeldern überhäuft. Er wird vorgeblicher Freund des SS- und Polizeichefs von Krakau, Julian Scherner, der ihm gefällig ist, als Schindler sich als Geschäftsmann in der Region zu etablieren beginnt.

Schindlers Fabrik

Oskar Schindlers Fabrik in der Lipowa Straße 4 von Krakau.[1] 50° 2′ 50,1″ N, 19° 57′ 41,2″ O50.04724722222219.96145

Mit Unterstützung seiner militärischen Gönner erwirbt er eine Fabrik zur Herstellung von Emaille-Produkten, die er Deutsche Emailwarenfabrik (DEF) nennt.[2] Sie soll Güter wie Töpfe, Pfannen und Kochgeschirr für den Kriegsbedarf produzieren. Weder hat er ausreichend Geld, noch sind seine administrativen Fähigkeiten weitreichend, aber er kommt in Kontakt mit Itzhak Stern, einem Funktionär des lokalen Judenrats, der Beziehungen zu der nun im Untergrund agierenden jüdischen Geschäftswelt hat. Schindler vereinbart einen Handel mit den jüdischen Geschäftsleuten: Sie leihen ihm Geld für die Fabrik und erhalten im Gegenzug einen kleinen Teil der produzierten Waren. Er sagt ihnen, dass sie ihn beim Wort nehmen müssten und dass kein Gericht einem Vertrag zwischen einem Deutschen und einem Juden Gültigkeit verleihe.

Schindler erhält Geld und beginnt mit dem Betrieb seiner Fabrik. Er hält die Nationalsozialisten bei Laune und genießt seinen neuen Reichtum, während Stern die Fabrik leitet und anderen Juden hilft, die im Krakauer Ghetto eingeschlossen sind. Arbeiter in Schindlers Fabrik dürfen das Ghetto tagsüber verlassen und werden als „kriegswichtige Arbeiter“ mit dem so genannten Blauschein ausgestattet. Dies schützt sie vor Verhaftungen durch die Gestapo. Stern nutzt diese Regel, um mit seinen besonderen Befugnissen möglichst viele Menschen von der nationalsozialistischen Bürokratie als „wichtig“ einstufen zu lassen, unter ihnen auch Kinder, Senioren und schwache Menschen, die sonst verhaftet und ermordet worden wären. Schindler erfährt von dem Vorgehen Sterns und ist verärgert, unternimmt aber nichts dagegen.

Unter den Juden im Ghetto entstehen Vermutungen darüber, wohin genau die „unwichtigen“ Menschen geschickt würden. Gerüchten zufolge, die sich später als wahr herausstellen, würden sie in Vernichtungslager zur Vergasung gebracht. Die meisten Menschen wollen dies allerdings nicht wahr haben.

Räumung des Ghettos

Zu dieser Zeit kommt der SS-Offizier Amon Göth nach Krakau, um mit der Errichtung des Zwangsarbeitslagers Plaszow zu beginnen und die Kontrolle über das Ghetto zu übernehmen. Göth verkörpert willkürlichen Sadismus und die Unmenschlichkeit der Nationalsozialisten. Er findet nicht nur Spaß und Befriedigung im Töten und Quälen, sondern betrachtet beides als integralen Bestandteil seiner Arbeit und Pflichtaufgabe. So erschießt er beispielsweise morgens vom Balkon seines Hauses aus Gefangene mit seinem Jagdgewehr aus Laune und zum Zeitvertreib. Nachdem Göth und Schindler einen philosophischen Disput über die verschiedenen Ebenen der Macht haben, ändert Göth sein Verhalten zunächst, erschießt schließlich aber einen kleinen Jungen, nachdem er ihn bereits verschont hatte.

Göth lässt das Krakauer Ghetto räumen, indem er Truppen befehligt, alle Menschen abzutransportieren und jeden zu erschießen, der dazu nicht in der Lage ist, sich weigert oder versteckt. Schindler beobachtet das Massaker von den Hügeln über dem Ghetto aus und erlebt so erstmals die Barbarei der Nazis. Auch entdeckt er beiläufig das „Mädchen im roten Mantel“, ein etwa dreijähriges Mädchen, das alleingelassen in den Wirren der Ghetto-Räumung ein Versteck sucht. Nachdem bei der Räumung auch all seine Arbeiter abtransportiert wurden, klagt er diese Vorgehensweise bei Göth an und überredet diesen mit immensen Bestechungsgeldern, ihm Arbeiter aus seinem Lager zu überlassen. Schindler schützt fortan widerwillig gering oder nicht ausgebildete Menschen in seiner Fabrik. Allmählich wird aus dem rein profitorientierten Geschäftsmann ein Mensch auf dem Weg zu mitmenschlichem Handeln.

Die Liste

Göth ist konsterniert und Schindler schockiert, als ein Befehl aus Berlin eintrifft, der von Göth verlangt, die Leichen aller Juden, die bei Räumung des Ghettos starben, zu exhumieren und zu vernichten. Schindler wird Augenzeuge der Leichenverbrennung. Hier taucht, tot auf einer Karre liegend, auch das „Mädchen im roten Mantel“ wieder auf.

Göth soll außerdem das Lager Plaszow auflösen und die Insassen nach Auschwitz deportieren. Schindler setzt durch, dass er seine Arbeiter behalten kann, um sie zu seiner neuen Fabrik für Rüstungsgüter in seiner alten Heimat Brünnlitz zu bringen, weg vom Holocaust, der sich nun in ganz Polen ausbreitet. Göth stimmt gegen eine Zahlung von einer Million Reichsmark zu. Um seine Arbeiter von den Zügen in die Vernichtungslager fernzuhalten, stellt Schindler mit Stern eine Liste zusammen.[3][4]

Diese Liste „fähiger“ Insassen wurde als Schindlers Liste weltberühmt. Für viele Menschen aus dem Lager Plaszow entschied der Eintrag auf der Liste über Leben und Tod. Abgesehen von einem Missgeschick, aufgrund dessen ein mit Frauen beladener Zug nach Auschwitz fehlgeleitet wird, kommen alle Menschen, deren Name auf der Liste steht, sicher an ihrem neuen Aufenthaltsort an. Die fehlgeleiteten Frauen werden später mit dem Zug von Auschwitz nach Brünnlitz gefahren, nachdem Schindler den Kommandanten des KZ Auschwitz, Rudolf Höß, bestochen hat. In Brünnlitz gibt Schindler den Wachmannschaften vor, außerhalb der Fabrik zu bleiben und keinen der Arbeiter zu erschießen. Auch erlaubt er den Juden, den Sabbat zu feiern. Sein Unternehmen ist derweil längst nicht mehr produktiv und produziert absichtlich unbrauchbare Granaten.

Dann ist der Krieg in Europa zu Ende und Schindlers Vermögen aufgebraucht. Jetzt muss er als Deutscher, Nationalsozialist und Profiteur von Sklavenarbeit vor der herannahenden Roten Armee fliehen. Als er sich von seinen Arbeitern verabschiedet, geben diese ihm einen von allen Arbeitern unterzeichneten Brief mit, in dem sie seine rettenden Taten erklären. Als Zeichen der Dankbarkeit schenken sie ihm außerdem einen Ring, gegossen aus Zahngold seiner Arbeiter. Das eingravierte Zitat aus dem Talmud wurde zum Motto:

„Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.“

Jetzt, da das Morden und die Naziherrschaft vorüber ist, bricht Schindler weinend zusammen und bedauert, er hätte noch mehr Menschen retten können. Drei Tage nach seiner Flucht erscheint ein russischer Dragoner und verkündet den Juden, sie seien von der Roten Armee befreit worden. Untermalt von dem Lied Jerusalem aus Gold laufen die Juden auf einem freien Feld.

Epilog

Der Film endet in der Gegenwart zur Zeit der Filmentstehung (1993) am Grab von Oskar Schindler auf dem Franziskaner-Friedhof in Jerusalem. Untermalt von den Klängen des Filmlieds Theme From Schindler's List passieren die „echten“ Schindlerjuden nacheinander das Grab und legen, begleitet von ihren Darstellern im Film, Steine darauf ab.[5] In der Ferne ist Hauptdarsteller Liam Neeson zu erkennen, der schließlich eine Rose auf dessen letzte Ruhestätte legt.[6] Auch Schindlers Ehefrau Emilie Schindler legt einen Stein auf das Grab ihres Mannes.[7]

Quelle: Wikipedia, Youtube