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Trainspotting - Neue Helden

Trainspotting - Neue Helden

Der Film handelt von einer Heroin-Clique in Leith, einem Stadtteil der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Der Erzähler ist der junge Mark Renton, ein Heroinabhängiger, gespielt von Ewan McGregor, der gleich zu Anfang des Films und dann immer wieder clean werden will. Seine Freunde stehen ihm dabei jedoch im Weg, und den ganzen Film über gibt es eigentlich nur einen kurzen Aufenthalt in London, in dem er keine Drogen irgendwelcher Art konsumiert. Zum Schluss stiehlt er seinen Freunden 16.000 Pfund aus einem Heroindeal und will damit ein neues Leben anfangen. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1996
Land:
UK
Laufzeit:
94 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Danny Boyle
Drehbuch:
John Hodge
Produktion:
Andrew Macdonald
Musik:
Damon Albarn
Kamera:
Brian Tufano
Schnitt:
Masahiro Hirakubo
Schauspieler:
  • Ewan McGregor: Mark Renton
  • Ewen Bremner: Daniel „Spud“ Murphy
  • Robert Carlyle: Francis Begbie
  • Jonny Lee Miller: Simon „Sick Boy“ Williamson
  • Kevin McKidd: Tommy MacKenzie
  • Kelly Macdonald: Diane Forman
  • Peter Mullan: Swanney
  • James Cosmo: Mr. Renton
  • Shirley Henderson: Gail
  • Irvine Welsh: Mikey Forrester
  • Keith Allen: Dealer
  • John Hodge: Wachmann in Zivilkleidung im Lager

Handlung

Der Film handelt von einer Heroin-Clique in Leith, einem Stadtteil der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Der Erzähler ist der junge Mark Renton, ein Heroinabhängiger, gespielt von Ewan McGregor, der gleich zu Anfang des Films und dann immer wieder clean werden will. Seine Freunde stehen ihm dabei jedoch im Weg, und den ganzen Film über gibt es eigentlich nur einen kurzen Aufenthalt in London, in dem er keine Drogen irgendwelcher Art konsumiert. Zum Schluss stiehlt er seinen Freunden 16.000 Pfund aus einem Heroindeal und will damit ein neues Leben anfangen.

Als Junkies spielen Renton, Spud und Sick Boy immer wieder mit dem Tod, gleichzeitig sprühen sie vor Energie und Lebensfreude. Das Elend der Sucht wird vielfach sichtbar: Das Baby einer Freundin stirbt an Vernachlässigung, der naive Tommy an Toxoplasmose, Renton wird von den Eltern zum kalten Entzug gezwungen. Ergänzt wird die Szenerie durch Figuren wie den kleinkriminellen, psychopathischen Alkoholiker Begbie und die 16-jährige Diane, die eine Affäre mit Renton hat.

Trainspotting zeichnet ein negativ-satirisches Bild der britischen Gesellschaft in den späten achtziger Jahren. Renton und seine Freunde tragen als drogenabhängige Arbeitsverweigerer mit punkigen Attributen die Pose von Hass und Verachtung vor sich her, gleichzeitig hört ihre Freundschaft beim Besorgen des nächsten Schusses auf, und sie verraten und betrügen sich gegenseitig. Als Renton zwischendurch nach London flieht, arbeitet er für ein Maklerbüro und setzt höchst erfolgreich die gleichen Eigenschaften ein, die er als Junkie in Leith erworben hatte. Am Ende bestiehlt Renton nach dem Heroindeal zwar den durchgeknallten Begbie und den zynischen Sick Boy, lässt dem harmlosen Träumer Spud aber doch seinen Anteil zukommen.

„Der 1995 von Danny Boyle gedrehte Film, dem mittlerweile Kultstatus zukommt, erwies sich als riesiger Erfolg, wobei schon der deutsche Untertitel "Neue Helden" auf eine gravierende Änderung gegenüber dem Roman verweist: Die Sucht erscheint im Film als halluzinatorisch-surreale Erfahrung; ja sogar, wie von Teilen der Kritik bemängelt wurde, als fröhliche Freizeitbeschäftigung. Selbst die berühmt gewordene Szene, in der Renton in die "dreckigste Toilette Schottlands" hinabtaucht, um die rektal eingenommenen und dann ausgeschiedenen Opiumzäpfchen herauszufischen, gerät zu einem Meisterstück des fantastischen Kinos: Er schwimmt im azurblauen Wasser des Ozeans und erreicht die Oberfläche wie nach einer reinigenden Dusche. Glamouröser, aber auch fragwürdiger lässt sich Drogensucht kaum darstellen.“

– Johann N. Schmidt[1]

Quelle: Wikipedia, Youtube