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Wie ein wilder Stier

Wie ein wilder Stier

That’s entertainment: Mit diesen Worten endet die kurze Exposition zu Beginn des Filmes, in der sich Jake LaMotta 1964 auf einen Auftritt als Entertainer vorbereitet. Es folgt ein Schnitt zurück ins Jahr 1941: Eine Faust trifft Jake während eines Boxkampfes ins Gesicht. Seine Gegenwehr wird durch den Gongschlag zum Ende der Runde unterbrochen. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1980
Land:
USA
Laufzeit:
124 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Martin Scorsese
Drehbuch:
Paul Schrader, Mardik Martin
Produktion:
Robert Chartoff, Irwin Winkler
Musik:
Pietro Mascagni
Kamera:
Michael Chapman
Schnitt:
Thelma Schoonmaker
Schauspieler:
  • Robert De Niro: Jake LaMotta
  • Joe Pesci: Joey LaMotta
  • Cathy Moriarty: Vickie LaMotta
  • Frank Vincent: Salvy Batts
  • Nicholas Colasanto: Tommy Como
  • Theresa Saldana: Lenore
  • Mario Gallo: Mario
  • Frank Adonis: Patsy

Handlung

That’s entertainment: Mit diesen Worten endet die kurze Exposition zu Beginn des Filmes, in der sich Jake LaMotta 1964 auf einen Auftritt als Entertainer vorbereitet. Es folgt ein Schnitt zurück ins Jahr 1941: Eine Faust trifft Jake während eines Boxkampfes ins Gesicht. Seine Gegenwehr wird durch den Gongschlag zum Ende der Runde unterbrochen.

Der Film zeigt – wie viele Filme von Scorsese – das Scheitern der Hauptperson. Jake ist ein Boxer, der sich nicht den in der Szene geltenden Regeln unterwerfen will. Sein Charakter sieht nur Feinde in seiner Umwelt, nur seinem Bruder und Betreuer Joey begegnet er einstweilen mit Vertrauen. Den Kampf um den Weltmeistertitel bekommt er nur, weil er gegenüber den Promotern und Joey dann doch Kompromisse eingeht.

Durch seinen Bruder Joey, der auch sein Manager ist, lernt er die junge Vickie kennen. Nachdem die erste Ehe von Jake zerbrochen ist, heiratet er 1945 Vickie.

Am 15. Juni 1949 gewinnt er gegen Marcel Cerdan durch einen technischen K. o. und erringt so den Weltmeistertitel im Mittelgewicht. Die Verteidigung des Titels fällt ihm jedoch schwer, da er sich in der Vorbereitungszeit gehen lässt und zusehends Fett ansetzt. Jakes Misstrauen gilt besonders seiner Frau Vickie. Als diese ihm entnervt und zynisch an den Kopf wirft, sie habe „auch“ ein Verhältnis mit seinem Bruder gehabt, fühlt sich Jake in seinem Misstrauen bestätigt. Er verprügelt Joey und schlägt schließlich seine Frau Vickie bewusstlos, die beiden einzigen Verbündeten in seinem Leben. Die Versöhnung mit seinem Bruder scheitert. Schließlich verliert er seinen Weltmeistertitel in einem brutal inszenierten Kampf gegen Sugar Ray Robinson, bei dem er die Schläge des Gegners am Rande der Bewusstlosigkeit und ohne Deckung hinnimmt.

Nach seiner Boxer-Karriere geht der Abstieg Jakes aber weiter. Er schwemmt auf und wird Besitzer einer Bar, in der er auch als Conferencier mit schlüpfrigen Ansagen auftritt. Vickie lässt sich von ihm scheiden. Da Minderjährige in seiner Bar verkehren, landet Jake im Gefängnis. Hier ist er ganz allein, er hat kein Gegenüber, nur sich selbst als einzigen Gegner; der Tiefpunkt seines Lebens ist erreicht.

Doch nach seiner Strafe richtet Jake sich wieder etwas auf. Er wird Entertainer – eine Art Stand-Up Comedian – der aber eher sein Publikum beschimpft.

Der Film endet, wie er begann: Mit der Vorbereitung Jakes auf einen weiteren Auftritt, bei dem er aber diesmal die berühmte Rede Marlon Brandos aus der Taxi-Szene des Filmklassikers Die Faust im Nacken rezitiert. Das Proben des Textes gegenüber seinem Spiegelbild wirkt aber eher wie ein Resümee seines Lebens, eine Beichte. Jake zitiert, er spricht mit einem Bekannten aus seiner Zeit als Boxer, er spricht mit sich selbst.

Quelle: Wikipedia, Youtube