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Zeugin der Anklage

Zeugin der Anklage

1952: Der bekannte Londoner Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts übernimmt, kaum nach einem Herzinfarkt aus dem Krankenhaus entlassen, einen scheinbar aussichtslosen Fall, den der Solicitor Mayhew ihm andient. Sein Mandant, der arbeitslose, aber sehr charismatische Handelsvertreter Leonard Vole, wird verdächtigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Ein Motiv hätte er, denn die Witwe hatte ihrem Schützling zuvor ihr Vermögen vermacht. Leonard Vole erklärt aber steif und fest, unschuldig zu sein und von dem Testament nichts gewusst zu haben. Vole wird in Wilfrids Kanzlei festgenommen. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1957
Land:
USA
Laufzeit:
113 Minuten
FSK:
FSK 12
Regie:
Billy Wilder
Drehbuch:
Larry Marcus, Billy Wilder, Harry Kurnitz
Produktion:
Arthur Hornblow Jr., Edward Small
Musik:
Matty Malneck
Kamera:
Russell Harlan
Schnitt:
Daniel Mandell
Schauspieler:
  • Charles Laughton: Sir Wilfrid Robarts
  • Tyrone Power: Leonard Stephen Vole
  • Marlene Dietrich: Christine Helm Vole
  • Elsa Lanchester: Miss Plimsoll
  • John Williams: Mr. Brogan-Moore
  • Henry Daniell: Mr. Mayhew
  • Ian Wolfe: Carter (Butler)
  • Torin Thatcher: Staatsanwalt Myers
  • Una O’Connor: Janet McKenzie
  • Philip Tonge: Inspektor Hearne
  • Francis Compton: Richter
  • Norma Varden: Emily Jane French
  • Ruta Lee: Diana

Handlung

1952: Der bekannte Londoner Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts übernimmt, kaum nach einem Herzinfarkt aus dem Krankenhaus entlassen, einen scheinbar aussichtslosen Fall, den der Solicitor Mayhew ihm andient. Sein Mandant, der arbeitslose, aber sehr charismatische Handelsvertreter Leonard Vole, wird verdächtigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Ein Motiv hätte er, denn die Witwe hatte ihrem Schützling zuvor ihr Vermögen vermacht. Leonard Vole erklärt aber steif und fest, unschuldig zu sein und von dem Testament nichts gewusst zu haben. Vole wird in Wilfrids Kanzlei festgenommen.

Während des Prozesses werden bei der Beweisaufnahme zunächst der Inspektor Hearne von Scotland Yard und danach Janet McKenzie, die alte und ergebene Haushälterin der Witwe als Zeugen der Anklage, die durch den Staatsanwalt Myers vertreten wird, vernommen. Sir Wilfrid gelingt es aber durch geschicktes Verhör, die Aussagen beider Zeugen in Zweifel zu ziehen. Überraschend präsentiert die Anklage dann als dritte und letzte Zeugin Christine, die aus Deutschland stammende Ehefrau des Angeklagten. Sie tritt auf als Christine Helm, erklärt, nicht rechtmäßig mit Leonard Vole verheiratet zu sein, widerlegt sein Alibi und belastet ihn mit ihrer Aussage schwer.

Sir Wilfrid, der Barrister Brogan-Moore und Mr. Mayhew versuchen unter Aufbietung all ihrer Kräfte, sie als unglaubwürdig darzustellen, indem sie Widersprüche zu Aussagen, die sie in der Vergangenheit vorgebracht hat, aufdecken. Die Stimmung im Gerichtssaal und bei den Geschworenenen tendiert trotzdem zur Schuld des Angeklagten. Als einzigen Zeugen der Verteidigung kann Sir Wilfrid nur den Angeklagten selber aufbieten und hat keine Alternative, als ihn dem Kreuzverhör der Anklage zu überlassen. Nach der Verhandlung erscheint die Lage für Leonard Vole ausweglos und damit seine Hinrichtung unabwendbar.

Am Abend vor der Urteilsverkündung ruft eine merkwürdige, im Gesicht entstellte Frau bei Sir Wilfrid an, die ihm in einer Bahnhofskneipe ein Bündel Briefe von Christine an einen gewissen Max verkauft. In den Briefen schildert Christine, wie sie eine Falschaussage plant, um ihren Mann an den Galgen zu bringen und frei für Max zu sein. Durch dieses in letzter Minute vorgelegte neue Beweismaterial erreicht Sir Wilfrid einen Freispruch durch die Geschworenen. Es kommen ihm jedoch Zweifel, da ihm die Sache „zu glatt“ verlaufen sei.

Nach dem Prozess trifft er im Gerichtssaal noch einmal auf Christine. Da tritt eine erstaunliche Wendung ein: Ihre Liebe zu Leonard wird plötzlich deutlich, die sie zuvor überzeugend verheimlicht hatte, um als Zeugin gegen ihn glaubwürdiger zu erscheinen. Sie selbst war es, die am Abend zuvor in Verkleidung Sir Wilfrid die Briefe verkaufte, um trotz ihres Wissens um die Schuld ihres Mannes dessen Freispruch zu erreichen, da sie wusste, dass Leonard schuldig war. Da Leonard wegen derselben Straftat nicht ein zweites Mal angeklagt werden kann, gesteht sie Sir Wilfrid alles. Kurz darauf betritt Leonard den Gerichtssaal und gesteht freimütig die Tat: Dann stellt Leonard überraschend eine junge Frau als seine neue Verlobte vor. Maßlos von ihrem Partner enttäuscht, ersticht Christine ihn in einer Kurzschlussreaktion und wird sofort verhaftet. In der Schlussszene kündigt Sir Wilfrid an, ihre Verteidigung ebenfalls zu übernehmen.

Quelle: Wikipedia, Youtube