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Zwei glorreiche Halunken

Zwei glorreiche Halunken

Der Film spielt zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs während der Sibley-Offensive (1862) im Südwesten der Vereinigten Staaten im New-Mexico-Territorium. Weiterlesen...

Trailer

Filmdaten

Jahr:
1966
Land:
Italien Spanien
Laufzeit:
178 Minuten
FSK:
FSK 16
Regie:
Sergio Leone
Drehbuch:
Agenore Incrocci, Furio Scarpelli, Luciano Vincenzoni, Sergio Leone
Produktion:
Alberto Grimaldi
Musik:
Ennio Morricone
Kamera:
Tonino Delli Colli
Schnitt:
Eugenio Alabiso, Nino Baragli, Joe D’Augustine
Schauspieler:
  • Clint Eastwood: Der Blonde/Der Gute
  • Lee Van Cleef: Sentenza/Der Böse
  • Eli Wallach: Tuco/Der Hässliche
  • Aldo Giuffrè: Betrunkener Hauptmann
  • Mario Brega: Corporal Wallace
  • Antonio Casas: Stevens
  • Chelo Alonso: Mrs. Stevens
  • Antoñito Ruiz: Stevens jüngster Sohn
  • Livio Lorenzon: Baker
  • Luigi Pistilli: Pater Pablo Ramirez
  • Rada Rassimov: María
  • Lorenzo Robledo: Clem
  • Al Mulock: Elam
  • John Bartha: Sheriff
  • Antonio Molino Rojo: Captain Harper
  • Víctor Israel: Corporal beim Lager der Konföderierten
  • Antonio Casale: Jackson/Bill Carson
  • José Terròn: Shorty

Handlung

Der Film spielt zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs während der Sibley-Offensive (1862) im Südwesten der Vereinigten Staaten im New-Mexico-Territorium.

Drei Kopfgeldjäger treffen sich in einer Geisterstadt und bewegen sich wortlos auf ein Haus zu. Als sie mit gezogenen Revolvern in das Haus stürmen, ist ein kurzer Schusswechsel zu hören. Sekunden später springt ein Mann durch das geschlossene Fenster und reitet davon – es ist der mexikanische Bandit Tuco. Zwei der drei Angreifer sind tot, der dritte bleibt schwer verwundet zurück.

Der käufliche Revolvermann Sentenza (in der englischen Fassung: Angel Eyes) wurde von dem Bürger Baker für 500 Dollar angeheuert, nach einem Soldaten namens Jackson zu suchen, der inzwischen offenbar seinen Namen geändert hat. Sentenza reitet zu einem von Jacksons ehemaligen Kriegskameraden namens Stevens, der jetzt Zivilist geworden ist und mit seiner Familie eine kleine Farm betreibt. Sentenza tritt unverschämt, kaltblütig und sehr bedrohlich auf und verlangt von Stevens Informationen über den neuen Namen und den Aufenthaltsort von Jackson. Stevens nennt ihm aus Angst den neuen Namen Jacksons: Bill Carson. Stevens gibt Sentenza außerdem wortlos 1.000 Dollar und erzählt ihm, dass Jackson eine mit Münzen gefüllte Regimentskasse der Südstaatenarmee im Wert von 200.000 Dollar veruntreut habe und mit dieser auf der Flucht sei. Dies hatte der Auftraggeber Baker dem Revolvermann Sentenza verheimlicht. Sentenza erschießt Stevens, bevor dieser zu seiner Waffe greifen kann, und steckt die 1.000 Dollar ein. Er kehrt zurück zu seinem Auftraggeber Baker, erzählt diesem von den soeben erhaltenen 1.000 Dollar und erschießt ihn mit den Worten, dass er einen Auftrag, für den er bezahlt wurde, immer auch ausführe. Jetzt begibt sich der Revolvermann selbst auf die Suche nach Bill Carson und der entwendeten Kriegskasse. Von einem kriegsinvaliden Veteranen erhält er die Information, dass Carson wieder in der Konföderiertenarmee diene. Eine Geliebte Carsons gibt Sentenza nach einigen Misshandlungen Hinweise über dessen Aufenthaltsort.

Ein wortkarger, namenloser Revolvermann, genannt „Der Blonde“, erledigt in einer schnellen Schießerei drei konkurrierende Kopfgeldjäger und liefert den zuvor von diesen festgenommenen steckbrieflich gesuchten Tuco den Behörden aus. Als Tuco erhängt werden soll, zerschießt der Blonde aus großer Entfernung den Strick, so dass Tuco mit dem Pferd, welches bei der beabsichtigten Hinrichtung eigentlich unter ihm hätte weglaufen sollen, fliehen kann. Sentenza beobachtet diese Szene und durchschaut die Rollenverteilung. Anschließend teilen sich Tuco und der Blonde das zuvor kassierte Kopfgeld. Diesen Coup wiederholen sie mehrfach. Allerdings fordert Tuco wegen seines höheren Risikos – einer ihrer Coups war fast tödlich für ihn verlaufen – vom Blonden einen größeren Anteil am Kopfgeld. Daraufhin setzt ihn der Blonde in der Wüste aus. Tuco kann sich – halb verdurstet – in einen abgelegenen Ort retten. Dort konstruiert er in einem Waffenladen aus Teilen verschiedener Revolver eine individuelle Waffe und sinnt auf Rache. Dazu reaktiviert er frühere Kumpane und überfällt mit ihnen den Blonden in seinem Hotelzimmer. Der Blonde kann zwar Tucos Komplizen töten, nicht jedoch Tuco, der ihn nun seinerseits erhängen will. Der Blonde hat den Kopf schon in der Schlinge, da schlägt eine Granate in das Hotel ein, und der Blonde kann die chaotische Situation zur Flucht nutzen.

Der Blonde nimmt sein altes Geschäft wieder auf: Er liefert zum Schein den steckbrieflich Gesuchten Shorty aus, um diesen dann vom Strick zu schießen. Dies scheitert und Shorty wird tatsächlich gehenkt, da Tuco den Blonden inzwischen wieder aufgespürt hat und vor dem rettenden Schuss durch das Seil gefangen nimmt und ihn nun seinerseits zu einem tödlichen Marsch durch die Wüste von New Mexico zwingt. Doch noch bevor Tuco die Genugtuung erhält, seinen ehemaligen Partner und Peiniger verdursten zu sehen, kommt den beiden eine führerlos dahin rasende Kutsche entgegen, die Tuco stoppen kann. In ihr befindet sich neben toten Soldaten der Konföderierten auch einer, der noch mit dem Tod ringt. Es ist der von Sentenza so dringend gesuchte Bill Carson. Er lechzt nach lebensrettendem Wasser und bietet Tuco an, ihm im Gegenzug zu verraten, wo jene Regimentskasse zu finden ist, die er veruntreut hat. Er kann gerade noch den Namen eines Friedhofs nennen, bevor er ohnmächtig wird. Tuco eilt zu seinem Pferd, um Wasser zu besorgen, doch als er zurückkommt, ist Carson bereits tot. Aber der verdurstende Blonde hatte sich in der Zwischenzeit zu der Kutsche geschleppt und von Carson gerade noch rechtzeitig erfahren, in welchem Grab der Schatz zu finden ist. Er hütet sich jedoch davor, Tuco den Namen des Grabes zu nennen, denn er erkennt in seinem Wissen seine „Lebensversicherung“ gegenüber dem rachsüchtigen und gierigen Tuco.

Tuco setzt nun alles daran, den Blonden gesund zu pflegen. Er bringt den fast Verdursteten zu einer Missionsstation, in der Tucos Bruder, ein Mönch, verwundete Bürgerkriegssoldaten pflegt. Nachdem der Blonde sich erholt hat, machen die beiden sich in Südstaatenuniformen auf den Weg zu dem Schatz. Als sie einer Kavallerieeinheit begegnen, hält Tuco diese aufgrund der grau erscheinenden Uniformen für Südstaatler und gibt sich selbst als Anhänger des Südens aus. Tatsächlich aber sind die Kavalleristen nur vom staubigen Ritt durch den Wüstensand grau geworden, in Wahrheit aber blauberockte Unionssoldaten. So geraten Tuco und der Blonde in die Gefangenschaft der Armee der Nordstaaten und fallen so in die Hände Sentenzas, der inzwischen Aufseher des Gefangenenlagers geworden ist, weil er hofft, dort früher oder später Bill Carson zu finden. Tuco gibt sich ausgerechnet als Bill Carson aus und führt auch die Schnupftabakdose des Verstorbenen mit sich. Sentenza, dem Tuco wohlbekannt ist, kann daraus schließen, dass Tuco Informationen über die gesuchten 200.000 Dollar besitzt, welche er mit Folter aus diesem herauspresst. Da der Blonde und dessen Schießkünste von Sentenza bereits beobachtet wurden, als sich der Blonde als Tucos Schutzengel betätigt hatte, bietet er ein Bündnis an, bei dem er Tucos Platz einnehmen würde. Beide machen sich mit einigen Revolvermännern auf den Weg zu dem Friedhof. Tuco, der durch Überstellung an die zivilen Behörden und die mit Sicherheit erfolgende Hinrichtung entsorgt werden soll, kann indes seinen Bewacher, Corporal Wallace, überwältigen und entkommen.

In einem zerstörten Ort nahe der Front macht Sentenzas Gruppe Rast. Der Blonde hört in der Ferne einen Schuss und erkennt am Klang, dass er aus Tucos individuell zusammengestelltem Revolver stammt. Er entfernt sich von Sentenzas Gruppe, findet Tuco und beschließt, mit ihm statt mit Sentenza das Grab mit der Kasse ausfindig zu machen. Sentenza macht sich, nachdem seine Leute von Tuco und dem Blonden erschossen worden waren, allein auf den Weg zu jenem Friedhof.

Kurz vor dem Ziel werden Tuco und der Blonde von einer Gruppe von Unionssoldaten aufgegriffen und zum Befehlshaber der Truppe gebracht, da die beiden sich als Kriegsfreiwillige ausgeben. Der Offizier ist aus Verzweiflung über den Krieg zum Trinker geworden und erklärt den beiden Neuankömmlingen, dass sinnlose Kämpfe jeden Tag viele Soldaten das Leben kosteten. Viele könnten gerettet werden, wenn es gelänge, eine nahe gelegene Brücke zu zerstören und damit die Gefechte um den Besitz dieser Brücke sofort zu beenden. Im selben Moment findet ein erneuter Angriff statt, bei dem der Befehlshaber tödlich verletzt wird. Tuco und der Blonde, die unbedingt ihren Weg fortsetzen und eher als Sentenza den Friedhof erreichen wollen, versprechen dem Sterbenden ihre Hilfe, stehlen kurzerhand eine Kiste Dynamit und sprengen die Brücke. Das anschließende, die halbe Nacht andauernde, finale Feuergefecht zwischen den Bürgerkriegsparteien warten der Blonde und Tuco in einem Erdloch ab. Am nächsten Morgen sind die Soldaten beider Seiten verschwunden.

Als Tuco und der Blonde schließlich den gesuchten Friedhof finden und kurze Zeit später auch Sentenza dort eintrifft, kommt es zwischen den drei Meisterschützen zu einem nervenaufreibenden Showdown – der Sieger und einzige Überlebende soll den Stein erhalten, auf den der Blonde, wie er vorgibt, den gesuchten Namen des Grabs geschrieben hat. Während im finalen Mexican Standoff die beiden anderen jeweils zwei Gegner belauern müssen, hat der Blonde jedoch in der Nacht zuvor Tucos Waffe entladen und kann sich daher nun ganz auf Sentenza konzentrieren. Er erschießt ihn und lässt Tuco anschließend das Gold ausgraben. Dann zwingt er ihn, sich mit einem Galgenstrick um Hals und Ast auf ein wackeliges Grabkreuz zu stellen, und reitet mit der Hälfte des Geldes davon. Von weitem legt er sein Gewehr auf den um Hilfe jammernden Tuco an und zerschießt den Strick wie in alten Zeiten. Tuco bekommt einen Wutanfall, während der Blonde ruhig dem Horizont entgegenreitet.

Quelle: Wikipedia, Youtube